Der Becherwurf – One week after

Boah, wat ne Woche…
Als wäre im Verein (Abstiegsgefahr, Jolly Rouge, Stani-will-weg-Gerüchte) und der Welt (Japan, Libyen, AKW-Diskussion in Deutschland) nicht schon genug los, muss man sich jetzt auch noch Gedanken um fliegende Becher, Hetzkampagnen und die strittige Gerichtsbarkeit des DFB machen.
Aber sonst wäre das Leben als Fußballfan ja auch langweilig, ist klar.

Bierbecherweitwurf
Ich schrieb es letztes Wochenende, ich stehe nach wie vor dazu: Bierbecher (oder beliebige andere Gegenstände) sind in einem Fußballstadion (und an den meisten anderen Orten der Welt) nicht dazu gedacht, geschmissen zu werden. Dass das in anderen Stadien auch passiert, ändert nichts an der Tatsache das wir eben doch die geilsten sind, weil wir zusätzlich auch noch treffen. die fragwürdige Ehre haben, für den insgesamt erst zweiten Spielabbruch der 1.Bundesliga gesorgt zu haben, der aufgrund von “Zuschauern” erfolgte.
Dies ist scheiße und muss eine Strafe nach sich ziehen, keine Diskussion.
Auch die Diskussion, ob der Schiedsrichter-Assistent nun ein Schauspieler ist, weil er ja Dienstag schon wieder Champions League winken konnte, führe ich ganz sicher nicht. Er hatte aus meiner Sicht absolut keinen Grund zu schauspielern und ich nehme ihm gerne ab, dass er sich in der Situation auch körperlich unwohl fühlte. Dass das Gespann dann nach dem ersten “Wirkungstreffer” keine Lust mehr hat zu warten, bis dann z.B. ein Feuerzeug endlich auch Blut spritzen lässt, kann ich gut nachvollziehen. Also von mir sicher keinerlei Diskussion über die Berechtigung des Abbruchs, auch mit einer Woche Abstand nicht.
Bleibt einzig und allein die Hoffnung, dass (wie auch immer die tatsächliche Strafe aussieht), ALLE daraus lernen und fliegende Gegenstände in Stadien ab sofort der Vergangenheit angehören.

Der Täter – Die Hetzkampagne
Ja, auch ich schrieb am Samstag Abend:

“Fette Geldstrafe, klar… die kann man aber ja hoffentlich zivilrechtlich an den Werfer weiterleiten. Kein Mitleid übrigens dafür, volle Gönnung.
Und sonst? Geisterspiel? Puh… nee, da spekulier ich nicht, da wart ich jetzt einfach mal ab.

Was sich dann aber sowohl im Hamburger Boulevard als auch im St.Pauli Forum von (einem Teil der) User-Seite entwickelte, überstieg meine größten “Erwartungen”, bzw eher “Befürchtungen”. Eine Hetzjagd, die jede Form von Verhältnismäßigkeit vermissen ließ. Da sollte ein Mann (der einen Fehler gemacht hatte, zweifellos) auf einmal einen Verein ins Chaos geschubst haben. Da wurde er als Sau durchs Dorf getrieben, inklusive Hausbesuch und mehr oder weniger deutlicher Veröffentlichung von Adresse und Beruf. Da wurde ihm bereits “das teuerste Bier der Welt” mit 500.000,-€ virtuell in Rechnung gestellt. Um das in den letzten Tagen ja viel strapazierte Wort der “Verhältnismäßigkeit” mal auf diesen Punkt zu legen: Der Wurf und der Werfer füllten vier volle Tage (Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag) die Titelseite der Mopo alleine(!), während es “Der Killer von Hamm” jetzt gerade mal auf zwei Tage (Mittwoch, Donnerstag) brachte, dazwischen konnte nur Herr Rösler (Mittwoch) noch kurz dazwischengrätschen. (Übrigens: Empfehlenswerte Seite für derartiges ist www.meedia.de, da lassen sich täglich die Titelseiten der relevantesten Deutschen und Internationalen Zeitungen anschauen. Und sowohl Bild als auch Mopo sind “relevant”, dass sagt ja nichts über die Qualität aus.)
Es wird Momente gegeben haben, da hat der Werfer sich sicher inzwischen gewünscht, einfach “nur” einem kleinen Kind besoffen mit dem Auto beide Beine gebrochen zu haben, denn mit derlei Straftätern wird in Deutschland und von der Presse deutlich “humaner” umgegangen.
Einige Beispiele der Berichterstattung lassen sich im Magischer FC Blog unter der Zwischenüberschrift “MoPo geh kacken” nachlesen, darüberhinaus bekommt man auch noch eine lesenswerte Betrachtung aus juristischer Sicht.
Allein der Satz “Inmitten dieser dörflichen Beschaulichkeit lebt ein St. Pauli-Fan!” dürfte sich als Running Gag noch lange halten, wenn es um das Niveau dieses Printerzeugnisses aus Hamburg geht. (Kleiner Einschub: Ja, liebes Raval, Abo bitte unbedingt kündigen. Aus meiner Sicht bestellt dann lieber die InTouch. Da ist genausoviel Gossip drin, ich muss mich aber nicht so drüber aufregen. Im Zweifel ist die sogar günstiger.)

Der Verein hatte anfangs (logischerweise) mitgeteilt, der Werfer werde für eventuelle Strafen in Regress genommen. Am Donnerstag (07.April) fand eine Pressekonferenz “Stellungnahme zum Strafmaß” statt, in der Pressesprecher Christian Bönig zunächst einmal die im Raum stehende Summe von 500.000,-€ Verlust im Falle eines Geisterspiels als Pi mal Daumen zutreffend bestätigte. Auf Nachfrage, ob man denn auch sehenden Auges eine Privatexistenz mit einer solchen Forderung zerstören wolle, antwortete er zurückhaltend. Das “in Regress nehmen” sei zunächst mal nur eine Option, außerdem sei der FC St.Pauli ein sehr sozial engagierter Verein, daher werde man sich auch über derlei Konsequenzen für den Werfer selbstverständlich Gedanken machen, wenn denn das rechtskräftige Urteil fest steht. Dem Verein sei auch klar, dass niemand eine sechsstellige Summe mal eben aus der Portokasse entrichten könne.
An der Stelle vielleicht nochmal der grundsätzliche Hinweis, dass es juristisch wohl durchaus gute Chancen auf ein “Durchreichen” der Strafe gibt und der Werfer dann keinen Gebrauch von einer Privatinsolvenz machen dürfte, weil die Strafe aus einer Straftat resultiert. Juristerei gehört aber definitiv nicht zu meinen Steckenpferden, daher nur kurz der nochmalige Verweis auf den oben verlinkten Magischen FC Bericht oder auch auf den Blog eines Juristen, der gleichzeitig Schalke Fan ist.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass der Werfer empfindlich bestraft werden muss, wobei “empfindlich” sicher erst dann näher definiert werden kann, wenn man sich mal mit ihm unterhalten hat… und nein, dies ist sicher nicht Aufgabe der Medien, sondern wird vom Verein gemacht werden. Eine derartige Hexenjagd wie in den letzten Tagen oder eine finanzielle Zerstörung bis an sein Lebensende ohne Chance da jemals wieder rauszukommen ist aber definitiv nicht das, was ich da angemessen finden würde.
Die Strafe

Kommen wir zum heikelsten Thema. Anfang der Woche stellte der Verein in vorauseilendem Gehorsam fest, dass jede Strafe widerspruchslos hingenommen werden würde. Fand ich recht merkwürdig, hielt ich aber schon da für taktisches Kalkül, um den DFB gnädig zu stimmen. Donnerstag sickerte dann der Antrag des DFB-Kontrollausschusses auf ein Geisterspiel gegen Werder durch, dem man schon mal nicht zustimmte, am Freitag kam dann die Entscheidung der Einzelrichters (toller Name), mit gleichem Inhalt, der man nun offiziell widersprach.

Wenn ich all meine Gedanken zu dem ganzen Thema hier fallen lassen würde, würde ich noch drei Tage weiter schreiben und wäre immer noch nicht fertig, ich beschränke mich daher auf das Wichtigste:

  • Der DFB ist ein Verband. Dort sitzen größtenteils humorlose alte Männer, die eigentlich viel besser eine langweilige Beamtenlaufbahn eingeschlagen hätten. (Entschuldigung an alle Beamte, die ich zu Unrecht mit im Klischee verhafte.) Man kann dort nicht mit ausgewogenen oder vielleicht sogar positiv kreativen Urteilen rechnen und dementsprechend dürfte niemand von dem Urteil völlig überrascht sein. Erneut sei auf den Blog des Magischen FC verwiesen, wo der Vergleich zu anderen Fällen aufgezeigt wird und unterm Strich stehen bleibt, dass beim DFB der Fußball über allem steht und daher der Spielabbruch die absolute Todsünde ist.
    Will sagen (kleine Auswahl):
    Wenn
    ein Großteil der Kurve letztes Jahr bei Hertha BSC Amok läuft und Jagd auf alles Mögliche macht und damit sogar in der Tagesschau landet, so ist dies nicht so dramatisch, weil ja das Spiel schon zuende war. (Strafe: Beschränkung auf 25.000 Zuschauer beim nächsten Heimspiel und 50.000,-€) Es gab übrigens ein Public Viewing in der Waldbühne.
    Wenn Klaus Thomforde und der Linienrichter in Rostock kaum noch gucken können, nach einer Pause aber das Spiel fortgesetzt wird, so ist dies alles nicht so dramatisch, weil das Spiel ja zuende gespielt werden konnte. (Strafe: 7.000,-DM und ein Heimspiel für Hansa im Berliner Olympiastadion statt in Rostock. Bis heute dank ausverkauftem Haus wohl die größte Zuschauereinnahme für den FC Hansa.)
    Wenn Paulo Guerrero einem Zuschauer eine Wasserflasche ins Gesicht schleudert, ist dies nicht so dramatisch, weil das Spiel schon zuende war. (Strafe: 20.000,-€)
    Wenn Hansa Rostock in Dresden mehrfach durch Pyro auffällt, ist dies nicht so dramatisch, weil das Spiel zuende gespielt werden kann. (Strafe: Keine Auswärtsfans bei den sonst sicher von der Ostsee her überfluteten Spielen im November 2010 in Sandhausen und Wehen sowie Einnahmeausfallentschädigung an beide Klubs in Höhe von zusammen 27.000,-€)All diese Vorfälle haben also gemein, dass es zwar subjektiv heftigere oder zumindest vergleichbare Verfehlungen durch Zuschauer gab, aber “das Heiligste”, “das Spiel” nicht abgebrochen wurde. Aus Sicht des DFB gleichen diese also nur bedingt bzw. wahrscheinlich eher gar nicht als Vergleich.
    Der einzige wirkliche Präzedenzfall stammt aus dem Jahre 1976, als am Betzenberg wiederholt Flaschen aufs Feld fliegen und der Schiedsrichter in der 76.Minute das Spiel abbricht. Die 1:0 in Führung liegende Düsseldorfer Fortuna gewinnt am grünen Tisch mit 2:0, weiterführende Strafen sind zumindest mir nicht bekannt. Knapp 35 Jahre Zeitunterschied lassen dies aber sicher auch nicht als Vergleich gelten.
  • Eier zeigen, FC!
    Richtig so, der Einspruch ist gut und richtig! Und ich finde auch die gewählte Taktik hervorragend. Sinngemäß und stark verkürzt wird in der mündlichen Verhandlung wohl wie folgt argumentiert:
    Wir verstehen, dass Strafe sein muss und wollen auch nicht groß über die Höhe feilschen. Ein Geisterspiel bestraft aber nicht nur uns, sondern auch den SV Werder und insbesondere seine Fans. Außerdem wäre das Geld einfach weg (=bei den Zuschauern, die ihr Geld zurückverlangen). Sinnvoller wäre es daher, dass Spiel wie geplant mit Zuschauern stattfinden zu lassen und stattdessen eine “echte” Geldstrafe auszusprechen. Dieses Geld soll dann zweckgebunden eingesetzt werden, z.B. für Gewaltprävention im Fußballumfeld oder für eine Organisation, die sich mit Schiedsrichtern befasst, die Opfer gewalttätiger Angriffe wurden.
    Finde ich total sinnvoll und großartig… fraglich nur, ob der DFB für so eine Argumentationsschiene offen ist, oder eben doch nur ein verstaubter Verband mit festgestanzten Regeln.
  • Alternative Szenarien
    Ich halte es durchaus für möglich, dem DFB auch noch weitere Alternative im Sinne eines Kompromisses anzubieten. Ich halte es ebenso für möglich, dass sie alle abgelehnt werden, wollte sie hier aber trotzdem noch zur Tastatur bringen.

    Verschiebung des Geisterspiels auf das erste Heimspiel der nächsten Saison.

    Vorteil: Man nimmt sowohl dem FC St.Pauli als auch dem komplett unschuldigem SV Werder den hohen Organisationsaufwand für die Rückerstattung der Karten. Außerdem ist der Eingriff in den sportlichen Bereich (=Wettbewerbsverzerrung) weniger eklatant.
    Nachteil: Der DFB könnte dann besonders lustig und clever sein und (je nach Ligenzugehörigkeit) das Spiel gegen den hsv oder Hansa Rostock als erstes Heimspiel ansetzen.Platzsperre
    Das Millerntor bleibt am Ostersamstag zu. Verfügbar wären an dem Wochenende u.a. die Stadien von Hannover 96 (Erstwunsch), Werder (logisch), Hertha BSC und des hsv (kein Scherz… also zumindest nicht die Verfügbarkeit).

    Sperrung der verursachenden Tribüne
    Hat für mich den größten Humorfaktor, halte ich leider für am unwahrscheinlichsten. Abgesehen davon würde es natürlich auch hier sehr viele absolut Unschuldige treffen. Zumindest für eine Loge würde es mir aber nicht sehr leid tun.
    Ganz abgesehen davon bin ich sehr gespannt, wie denn die Diskussion bzgl. der Punkte “Sicherheitsspiel” und “Vollbierausschank” zukünftig geführt wird. Denn die Haupttribüne war bisher vom Alkoholverbot immer ausgenommen. Ob dies zukünftig noch so gehandhabt werden wird?

  • Proteste
    Es gibt ja bereits diverse Überlegungen, wie denn nun bei einem tatsächlich verfügten Geisterspiel als Fan zu verfahren wäre.
    Es handelt sich um das Osterwochenende, auf dem Heiligengeistfeld ist DOM. Weitreichendes Absperren dürfte also schwierig werden. Der Spruch “Dann kann USP endlich mal spielunabhängig supporten und keiner darf sich beschweren!” entbehrt nicht einer gewissen Komik, verdeutlicht aber eben auch schön das Dilemma: Wo soll der Verein denn hin mit den Leuten? Gibt es die Möglichkeit eines Public Viewings wie es die Hertha letztes Jahr mit der Waldbühne schaffte?
    Der Stadtpark hat da noch keine Saison, wäre also verfügbar… ist allerdings wohl auch deutlich zu klein. Die ColorLineArena O2-World ist mit Champions League Handball belegt.
    Blieben also nur noch Ausweichmöglichkeiten in Hamburger Amateurstadien oder sonstige großzügige Freiflächen… und bei all dem immer auch gleich die Frage der Akzeptanz, denn man will die Leute ja auch wirklich dann vom Stadion fernhalten, weswegen ich ein anderes Hamburger Erstligastadion hier gar nicht erst aufgeführt habe.
    Wird sicher spannend, aber bevor ich das hier in epischer Breite zuende denke, warte ich dann doch lieber erst mal auf das Urteil.
  • Das Urteil
    Wenn ich das alles richtig verstanden habe, wird am Montag erst mal festgelegt werden, wann die mündliche Verhandlung denn ist. Die Diskussionen in der (Fan-)Öffentlichkeit werden also voraussichtlich noch mindestens bis Dienstag, weitergehen, ohne das wirklich etwas entschieden ist. Gefühlt dürfte das Urteil der ersten Instanz sich eigentlich beim DFB nicht mehr ändern, vielleicht ist die oben erwähnte clevere Argumentationsschiene ja aber doch in der Lage, Wunder zu bewirken.
  • Alkohol
    Ich glaube nicht dran, aber vielleicht gibt es jetztja doch mal einen Denkprozess im Verein und in der Fanszene, den Punkt “Alkoholproblem” etwas gewissenhafter anzugehen. Klar, es werden auch genug Leute Bierbecher geworfen haben, die nicht völlig besoffen gewesen sind. Ebenso werden genug Leute mit nem ordentlichen Pegel sich trotzdem so weit unter Kontrolle gehabt haben,ihren Becher festzuhalten.
    Aber vielleicht würde es dem Verein jetzt mal ganz gut tun, die Glorifizierung von Astra etwas runterzuschrauben. Ich warte jedenfalls täglich auf ein neues Werbeplakat, welches den Becherwurf auf “lustige” Art und Weise aufnimmt.
    Sehr wahrscheinlich aber wird man dies sowohl im Verein als auch in der Fanszene unter verwirrter Einzeltäter und “Ey Alda, Saufen is Pauli!” abtun und es wird sich nichts ändern.
  • Persönliches Fazit
    Der ein oder andere mag sich an die “Meine 18 bis Katar” Blog-Reihe erinnern, in der ich im Vergleich zu den anderen doch etwas ausgescherrt bin, weil ich als einziger “meinen” Verein nicht in den Erstligisten des Jahres 2022 aufgeführt hatte. Und ganz ehrlich, die letzten Wochen haben mir immer mehr den Spaß an dieser Liga genommen.
    Wenn es ein Geisterspiel geben sollte, wir dieses verlieren UND wir dann absteigen, wird dies sicherlich nicht dem Geisterspiel anzulasten sein. Es wäre dann eher der passende letzte Sargnagel.
    Trotzdem hält sich meine Lust, nächste Saison nochmal in der ersten Liga anzutreten momentan in engen Grenzen.
    Ich hab keine Lust mehr auf diese ganze Scheiße, und ich zitiere hier mal folgenden Text der Userin watnu aus dem St.Pauli-Forum, den sie als Reaktion auf den ÜS-Blog zum Schalke Spiel schrieb:

    “Danke dir. Ich war seit Freitag immer wieder leicht geladen, wenn ich an das “freitagabendliche Gesamtkunstwerk” gedacht oder heute durch Kollegen daran erinnert wurde. Nach dem Lesen deines Blogs hatte ich etwas, dass ich statt mündlichen Kommentars meinerseits, incl. zunehmenden Blutdruckes beim Erzählen, an meine Kollegen zur Lektüre weiterreichen konnte – trifft genau das, was auch so in mir rumorte.Ausser das ich ein anderes Fazit habe als du: Ich habe keinen Bock mehr auf die 1. Liga.
    In fast jeder Mannschaft gibt es einen “Oscarverdächtigen”. Diese, von Schiedrichtern i.d.R. auch prämierten “Schauspielleistungen” ko… mich derart an. Ich will wieder schnöden 2.Liga-Fußball sehen.
    Dann die Schiedsrichter: Viele von denen treten in der 1. Liga noch arroganter als in der 2. Liga auf, bei gleichbleibend schlechter Leistung.
    Und zu den Fans (da rede ich jetzt mal über die GG-Ecke zur Nord hin): Offensichtlich (und offenhörlich) bekommt vielen die 1.Ligaluft auch nicht sonderlich gut. Was da zunehmend an Aggressivität, verbal, aber auch körperlich, herrscht… Zum K…
    Nee, laß’ mal, ich möchte wieder runter in die 2. Liga.”


    Ich befürchte, die allermeisten Punkte wird man auch in Liga 2 weiter erdulden müssen, auch die PPP (“Pauli-Paadie-People”) wird man so leicht nicht los.
    Trotzdem finde ich die Idee “Derbysieger sind wir jetzt, lass uns gehen!” eigentlich seit dem 16.02. jeden Tag charmanter, und irgendwie freue ich mich sogar auf einen entspannten Freitag Spätnachmittag in der Kanalkurve in Oberhausen mit netten Leuten und ohne diesen ganzen Erstliganerv.
    Einziges Problem an diesem Gedankengang: Oberhausen spielt eventuell nächste Saison nicht mehr in der zweiten Liga. // Frodo

P.S. Trotzdem glaube ich an einen Sieg nächste Woche in Wolfsburg und würde mich über den Klassenerhalt natürlich total freuen… als Fußballfan ist man ja immer ein bißchen merkwürdig und schizophren.

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2 Kommentare zu Der Becherwurf – One week after

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