14.Spieltag (H) – Energie Cottbus

FC St.Pauli – FC Energie Cottbus 3:0 (1:0)
Tore: 1:0 Fin Bartels (35.), 2:0 Sebastian Schachten (70.), 3:0 Markus Thorandt (73.)
Zuschauer: 27.441 (ca. 600 für Energie)

Puh, wichtiges Ding
Bei nem Sieg wären (bzw. sind) wir nur drei Punkte hinter der Relegation nach oben, bei einer Niederlage wären wir nur drei Punkte über der Relegation nach unten gewesen. Insofern: Mund abputzen, freuen, freien Tag genießen, ab Morgen dann volle Konzentration auf den Auftritt in Aalen in knapp zwei Wochen.

Sportlich war das keine große Veränderung zu den Heimspielauftritten de Vergangenheit, dazu bestand auch kein großer Anlass bzw. bei nur wenig Trainingstagen unter Vrabec auch keine Hoffnung. Allerdings wurden eben dieses Mal die eigenen Chancen zumindest teilweise genutzt und die gegnerischen zerschellten am Pfosten oder dem Außennetz.

Könnte man also schnell abhaken, wären da nicht noch zwei Begleitumstände, die es so eben dann wohl auch wieder nur bei uns gibt:
Zunächst mal der ALERTA ACTION DAY, bei dem es endlich mal keinen Grund gab, sich über die Live-Übertragung am ungeliebten Montag zu ärgern, sondern dieser sinnvoll genutzt wurde. Viele Banner, Tapeten und Transpis wurden gezeigt, am eindrucksvollsten waren wohl die USP-Banner zur “Fortress Europe”.

"Destroy the Fortress Europe - Abolish Dublin II"

“Destroy the Fortress Europe – Abolish Dublin II”

"Trainer kommen, Trainer gehen - Flüchtlinge bleiben!"

“Trainer kommen, Trainer gehen – Flüchtlinge bleiben!”

Zum anderen gab es da den “Sankt Pauli!” – Wechselgesang, den USP anstimmte, zunächst mit der Gegengerade, dann mit der Haupt, der Nord und schließlich dem Gästeblock. Dorthin allerdings wurde nicht “Sankt Pauli!” gerufen, sondern es ertönte ein mehrfaches “Nazischweine, Nazischweine!“.
Uuuuuuh, pöse Ultras, wie gemein.
Gut, man könnte sich in Erinnerung rufen, dass InfernoCottbusdiese – Betitelungvölligverdient, oder sich an das hochgehaltene “Ein SIEG HEILt alle Wunden” vom letzten Auftritt am Millerntor erinnern, als alle Buchstaben außer “Sieg heil” sich sekundenlang “nicht auffinden ließen”.
Alternativ kann man natürlich auch die eigene Ultra-Gruppierung auspfeifen!
Ehrlich, was seid Ihr nur für Löffel. Besonders dann auch um mich rum, im Block 2, als ausgerechnet die am Lautesten gegen USP pöbelten, die sonst 90 Minuten die Fresse halten und sich nur um ihr Bier kümmern und mich dann auch noch meinen am Wechselgesang hindern zu müssen, weil man jetzt aber mal USP zeigen müsse, dass das so nicht geht.
Boah, hatte ich nen Hals.

Klar, da mögen sich im Gästeblock auch “Nicht-Nazis” befunden haben, vielleicht (oder hoffentlich!) sogar die Mehrheit. Keine Ahnung, steht ja kein Wahl-O-Mat an der Gästekasse.
Aber Fußballgesänge waren und sind schon immer verkürzt und pauschal gewesen, und allein für die erwähnte Buchstabenscheiße beim letzten Spiel haben die noch was ganz anderes verdient als einmal verbal beim Namen genannt worden zu sein.
Und wer sich im Gästeblock den Schuh nicht anziehen will und sich vernünftig verhält, ist auch weiterhin herzlich willkommen und weiß hoffentlich gut genug, an wen sich das richtete.
Still lovin’ USP, fassungslos macht mich da eher das Verhalten eines Teils der restlichen Besucher.

In diesem Sinne: Schöne Länderspielpause! // Frodo

Links (sic!):
Stefan Groenveld mit Wort und Bild!
– Bericht StPauli-Streets.eu: “Und garantiert ein riesengroßer Vollidiot!
– Tägliche Blutgrätsche Presseschau: “Nazischweine Fuck Off!”
– Bericht und Fotos BeebleBlox: “Am Ende ist wieder alles erleuchtet
– Bericht moeliw: “Von Comebacks und Nazischweinen
– Bericht MagischerFC: “Nazi Punks Fuck Off!
– Bericht und Bilder Kleiner Tod: “Beim Namen genannt…
– Bericht jawasdenn: “Sometimes antisocial, always antifascist!

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36 Antworten auf 14.Spieltag (H) – Energie Cottbus

  1. seegerhh sagt:

    Sippenhaft, bei der ein ganzer Fanblock eins mit der Nazikeule übergebraten bekommt, muss hingenommen werden, weil das nun mal unvermeidbar so ist mit Verkürzung und Pauschalierung? Oder wie? Das kann ja wohl gar nicht sein, denn die selbe Logik würde ja zu diesem (natürlich inakzeptablen) Statement führen: scheiß USP!

    • Frodo sagt:

      Okay, da kommen wir dann nicht zusammen.
      Und frag doch bitte mal in der Nord nach, ob das mit der “Sippenhaft” wirklich so ist oder was die von gestern Abend aus dem Block so zu berichten haben.

      • Toby sagt:

        Warum muss man sich für eine Seite entscheiden, entweder USP Pauschalisierung oder Haupt-Empörte? Ich fand beides sehr unangenehm. Wenn man einfach so “Nazis Raus” angestimmt hätte, wäre bestimmt das ganze (…naja fast…) Stadion mit eingestimmt. Aber dieser Ablauf: Wechselgesänge mit dem Gästeblock anfordern, dann in “Nazischweine” übergehen (so dass eine Verwechslung mit einer allgemeinen Aussage schwer wird: hier wurden ganz klar alle im Gästeblock als Nazischweine beschimpft), das konnte doch nicht gut gehen. Die Empörung über die Pfiffe im eigenen Stadion kann USP sich sparen, die waren doch absehbar. Wenn auch ebenso unangenehm.

        Ich persönlich hätte mir eine kompatiblere Aktion gewünscht, bei der größere Teile des Stadions dabei gewesen wären, und jetzt kommst Du wieder mit “naja, die sind halt alle jung”, aber irgendwer muss es ihnen ja sagen. Läuft für mich also auf ein klares “weder-noch” hinaus, weder Beschimpfen noch Pfeifen. Eher so traurig Kopfschütteln.

        Hier mein Audio-Kommentar: http://einschlafen-podcast.de/podcast/ep258-fcstpauli-planetarium-kant/#t=14:06.720

        • Frodo sagt:

          Nee, Toby.
          Danke für den Kommentar, aber inhaltlich gehe ich da nicht mit.
          Wo wäre denn bei nem völlig unklaren “Nazis raus!” irgendwas besser gewesen, warum hätte man da eher einstimmen sollen? Weil wir lustigen Kult-Paulis alle so derbe stolz auf unsere “Gegen Rechts”-Aufnäher sind und dies gern mal plakativ rausposaunen?
          Das ist dieser völlig alberne Schwachsinns-Aktionismus, den es in den 90ern so regelmäßig gab, als jede Pyro-Aktion im Gästeblock mit “Nazis raus!” beantwortet wurde, da hab ich mich damals schon für geschämt.
          Da standen (ja, nicht Alle, aber Einige!) Nazis im Gästeblock, die beim letzten Auftritt hier ganz deutlich ihre Einstellung sehr plakativ gezeigt und sich wahrscheinlich irre ins Fäustchen gelacht haben. Die hätten allesamt das Stadion nicht unverletzt verlassen dürfen, haben sie aber.
          Und dann soll auch nur irgendwas schlechtes daran sein, wenn man diese Primaten als ebensolche bezeichnet? Mit deutlicher Adressierung? Stattdessen irgendeine Alibi-08/15-Parole in den Abendhimmel bölken und sich selbst auf die Schulter klopfen, nur damit irgendwelche biertrinkenden 90-Minuten-Schweiger ihren Hippie-Wir-Haben-Uns-Alle-Lieb-Event-Abend am Millerntor nicht gestört sehen?
          Nee… Nazischweine, fertig, aus.
          Und das dies nicht für alle Cottbusser steht, versteht sich von selbst. Ich singe ja auch “We love St.Pauli!”, obwohl mir genug St.Pauli-Fans grade aktuell derbe auf die Eier gehen.

          Sorry, dass ausgerechnet Du das jetzt abbekommst, aber musste mal raus.
          Danke für’s Ventil 🙂

          • Toby sagt:

            Kein Ding, gern! Immer gleicher Meinung sein wäre ja auch langweilig 😉 Ich gehe ja bei Dir auch nicht mit, hab keinen Bock auf zwecklose Aggro-Aktionen und auch nicht darauf, als 90-Minuten-Schweiger verunglimpft zu werden. Aber so ist das mit uns beiden, so wird es wohl auch bleiben, und alles andere wäre farblos 🙂

          • Frodo sagt:

            <3 :)

          • seegerhh sagt:

            > Die hätten allesamt das Stadion nicht unverletzt verlassen dürfen, …

            Merkst Du noch was, Frodo?

          • Frodo sagt:

            Es bezog sich, wenn Du das im Kontext liest, auf die Leute, die beim letzten Mal das “Sieg heil” geflaggt haben.
            Ja, dazu stehe ich, gerne.

            Nachtrag: Okay, man kann es auch so lesen, dass es sich auf den Montag Abend bezieht. Dann Danke für den Hinweis, es war missverständlich formuliert und sollte sich auf den letzten Auftritt am Millerntor beziehen. Dabei bleib ich aber uneingeschränkt.

          • Sven sagt:

            Ich bin da Tobys Meinung: Ein “Nazis raus” wäre um einiges besser gewesen.
            Einerseits weil der Rest des Stadions eher dabei gewesen wäre (auch ohne die Vorgeschichte zu kennen).
            Andererseits weil man auf diese Weise nur die Nazis angegriffen hätte. Andere Cottbus-Fans pauschal als Nazischweine zu beschimpfen geht einfach nicht klar. Pauschalisierungen passen auch einfach nicht zu St. Pauli!
            Ich habe nichts dagegen Nazis als Nazischweine zu beschimpfen, aber wenn ich dabei viele andere über einen Kamm scheren muss geht mir das auch gegen den Strich. Ich würde auch nicht gern Nazischwein genannt werden, nur weil ich vllt zufällig aus Cottbus komme und den Verein supporte.
            Mit solchen Aktionen erreicht man auch kaum, dass sich in Cottbus mal selber Widerstand gegen Inferno Cottbus regt, sondern eher das Gegenteil. Und das kann nun auch nicht unser Interesse sein.

        • mattn sagt:

          Düsseldorfer Senf:
          Cottbus IST ein ganz schrecklicher Nazi-Verein! Warst Du mal IN Cottbus? Die haben sogar Nazi-Hools aus Magdeburg als Ordner eingesetzt, als ich mit Düsseldorf da war…

          Ich weiß nicht, wann das passiert ist, es muß rund um die WM2006 gewesen sein, dass Fußball auf einmal einen Imagewandel bekommen sollte und auch bekommen hat.
          Das hat sicher für viele Vorzüge, aber sich darüber zu beschweren, dass es beim Fußball Beleidigungen gibt, ist ungefähr so, wie oberkörperfrei mit Socken, Sandalen und Sangria-Eimer in die Oper zu gehen, und zu pöbeln.
          Und sich dann noch zu wundern, warum dort nicht eine gepflegtere Pöbel-Atmosphäre herrscht und ob man da nicht mal ein bisschen asozialer werden könne.
          Ich verstehe also wirklich nicht richtig, wie man auf so eine Idee kommen kann, sich darüber überhaupt zu wundern/echauffieren, wenn man sich gleichzeitig bewusst ist, wo man da eigentlich ist – bei einem Fußballspiel.
          Damit will ich auf gar keinen Fall irgendwelche gruppenbezogenen menschenfeindlichen Äußerungen relativieren: Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Sexismem aller Art passen mir auch nicht und ich werde sowas auch nie tolerieren, weder in einem Stadion, noch auf einem Ascheplatz, noch sonst wo.
          Beim Fußball wird aber auch mal “Scheiße” gebrüllt. Sowohl wörtlich, als auch inhaltlich. Nazis als Nazis zu bezeichnen, ist für mich aber definitiv in Ordnung.
          Da finde ich ja die Verwendung des Wortes “Schweine” noch
          diskussionswürdiger, immerhin können die Schweine sich nicht dagegen wehren und hätten im Gegensatz zu Nazis dementsprechend Schutz verdient.
          Wenn dann aber auch noch USP aufs Übelste beleidigt wird, wie es u.a. auf der Gegengerade (wo ich auch stand und es selber hören mußte) und der Haupttribüne (wo wohl gesellschaftlich gesehen viel mehr Asoziale sitzen, als im kompletten restlichen Stadion) passiert ist, ist wirklich eine Leistung für sich.
          Ohne genau diese Leute rund um USP, hätte St.Pauli heute eine 08/15 Fanszene/Fankultur irgendwo zwischen Bielefeld und Hoffenheim.
          Ach, was reg ich mich auf, das kommt eh alles auf keinen Nenner mehr.
          Da sind die einen, die machen und tun, kritisieren, anpacken, verändern, gegensteuern.
          Und dann sind die anderen, die sich freuen, wie “anders” St.Pauli ist, und glauben, dass sei (fußball-)gottgegeben und bedarf keinerlei eigenem Einsatz, dies aufrechtzuerhalten, außer das Anderssein toll zu finden.
          Da lobte ich mir die Worte von Sven Brux nach dem Schweinske Cup:
          “Und man muss es mal so deutlich sagen und bei der Realität bleiben: Wir werden landauf, landab dafür gerühmt, dass wir gegen Nazis stehen. Dann muss man sich auch mal gerademachen! Wenn einer Nazi-Sprüche macht, muss ihm klar sein, dass ihm das auch körperlich nicht guttun wird.“

          http://www.fortuna-videos.de/nazi-ordner-und-fluch-der-karibik/
          (bei 4:56)

          Ein Kumpel von mir wurde als “Neger” bezeichnet:
          http://www.rp-online.de/sport/fussball/fortuna/fan-stellt-strafanzeige-gegen-cottbus-ordner-aid-1.1142206

          Beim nächsten Spiel haben wir uns dann vorsorglich vorher beim Verein angemeldet:
          http://derschlossturm.de/2010/08/e-mail-an-energie-cottbus/

          Und für den FC Energie Cottbus gab es nach den Vorfällen nichts mehr zu besprechen, ist halt Standard bei denen, also worüber reden:
          http://www.lr-online.de/sport/energie-cottbus/Fragwuerdige-Tattoos-bei-Ordnern-im-FCE-Stadion;art52793,2881476

  2. kevofcsp sagt:

    Besser hätte man es nicht ausdrücken können!

  3. Daniel Müller sagt:

    Ich Stand gestern Abend in der Nord direkt hinter dem Tor. Bis auf die Überraschend Gute Stimmung auf der Nordtribüne (Meiner Meinung nach zumindest überraschend gut), ist mir wirklich nichts aus Richtung des Gästeblocks aufgefallen:

    Es ertönte kaum ein Gesang und Provokationen sind mir auch nicht aufgefallen.

    Ist nun aber nur meine Sichtweise.

    Freue mich schon auf das Auswärtsspiel in Aalen.

    Forza! //Daniel

  4. Das wird an der Bewertung der Sache nichts ändern, aber der Ablauf um “Nazischweine” war ein bisschen anders… (Sagt ein Mensch, der fast zentral in der Süd stand)
    Zunächst gab es den üblichen Ruf “Gästeblock”, dann ging dieser in ein “Nazischweine” über, welches im selben Takt/Rhythmus/whatever skandiert wurde. Das hat also das “Sankt Pauli” nicht ersetzt sondern die übliche Prozedur ergänzt. Es gab dann ein verwirrtes sich umschauen und Gegrummel aufgrund der Reaktionen aus anderen Stadionberichen, wobei aus dem Gemurmel auch der Hinweis zum letzten Auftritt von Inferno hervorkam. Nach der Entwirruung kam dann noch mal lautstark “Nazischweine” und anschließen “Sankt Pauli” etc.
    Das nur so als Ergänzung.

    • Frodo sagt:

      Dann war rein akustisch die Übergangsphase zwischen “Gästeblock” und dem “nochmals lautstark” für mich die normale Pause zwischen Aufforderung und Anruf.
      Aber wie Du schon sagst: Ändert nichts an der Bewertung.
      Dankeschön 🙂

      • Kiezkicker sagt:

        Entspricht etwa dem, was ich eben auf der Sport1- Aufzeichnung auch festgestellt habe. Mitte oben Süd kam (zumindest bei mir) aber ausschließlich der Part “Gästeblock” und “Nazischweine” an, ohne das zwischenzeitliche “Nazischweine”, gemurmel und die Aufklärung.

  5. Mark sagt:

    Ich oute mich als einer, der das Verhalten der USP als nicht OK empfand. Die Plakate der Cottbusser sind mir durchaus bekannt und eine entsprechende Reaktion gab es damals ja auch.

    Aber dieses Mal, ohne Anlass quasi per Sippenhaft, “Nazischweine” zu skandieren, halte ich für problematisch. Bis dahin waren die Auswärtsfans vorbildlich was ihr Verhalten betraf (man möge mich aber gerne korrigieren) und solche Rufe provozieren unnötig und können zu einer Eskalation beitragen.

    jmtc

    Aber man sollte das Thema dann auch nicht zu hoch aufhängen.

    • Frodo sagt:

      Moin Mark,
      Danke, “nicht OK” finden ist für mich auch kein Problem, laut “Hurra!” geschrien hab ich dabei auch nicht.
      Wenn sich dann aber wieder der ganze angestaute Ultra-Hass Bahn bricht und man (verbal) auf die eigenen Leute einprügelt, weiß ich zumindest, auf welcher Seite ich stehen will.
      Beste Grüße, Frodo

      • Mark sagt:

        Hi Frodo,
        ich würde sagen, dass alle Seiten etwas aufgestaut hatten, was dann kurz sich in diese unschöne Situation “ergoss”. Vielleicht war das ein reinigendes Gewitter.
        Gruß, Mark

  6. Jonas Möller sagt:

    Eine deutliche Reaktion auf die Spruchbandaktion von letzten Spiel ist schon notwendig und ok, wobei mich allerdings etwas der Zeitpunkt stört. Mein Problem aber:
    Junge Menschen “auf der Kippe” zum “Nazisein”, die sich vermutlich in nicht weniger Anzahl im Gästeblock befanden wird man durch diese pauschalisierungen eher in die falsche Richtung treiben, da sie sich in ihren wachsenden Vorurteilen bestätigt sehen. Sprechchöre, die klar machen, für welche Werte wir stehen und somit im Umkehrschluss gleichzeitig klarmachen, was wir von der ganzen Nazischeiße halten, halte ich persönlich für die bessere Alternative.

    Jonnyjonas

    • Frodo sagt:

      Moin Jonas,
      natürlich kann man die Rufe auch kritisieren. Nur wie eben schon in Bezug auf Mark geschrieben, geht es mir um die Art und Weise. Ich hab bei vielen (insbesondere um mich rum sitzende) inzwischen den Eindruck, die warten nur darauf, dass sie sich mal wieder über USP echauffieren können. Da kommt der ganze angestaute Frust wieder raus, sofort palavert man wieder von der “Rostock-Blockade” und dem “Dauerlalala-Singsang”.
      Immer wieder schön in der Kombination damit, die restliche 89 Minuten auch nicht grad für Stimmung zu sorgen.
      Beste Grüße, Frodo

      • JonnyJonas sagt:

        Moin Frodo,
        ich denke, dass die Ultra-Gruppierungen insgesamt dazu neigen bei vielen anderen Fangruppen und Stadiongängern anzuecken und dies mitunter auch bewusst tun. Konflikte sind also vorprogrammiert und ein Stück weit normal.
        Im Fall des FCSP hoffe ich sehr, dass sich alles in einem gesunden Rahmen hält. Ich wünsche den Normalo-Fans, zu denen ich mich auch zähle, einen differenzierten Blick auf die Ultraszene, die ich grundsätzlich ersteinmal hochspannend finde. Gleichzeitig hoffe ich, dass auch die Ulras bereit sind, gewisse Grenzen anzuerkennen.

        Im gestrigen Fall muss ich sagen, dass m.e. ein bewusstes “nicht mitmachen” der Wechselgesänge völlig OK ist. Dies ist dann noch gesunde Kommunikationm welche zeigt, dass man mit dem Sprechchor nicht einverstanden ist. Dich am mitsingen zu hindern allerdings oder irendwelche Pfeifkonzerte anzustimmen geht deutlich zu weit und gießt nur unnötig Öl ins Feuer. Ein verbaler Rundumschlag gegen USP ist auch nicht nötig. Ich kann also verstehen, dass du gestern sehr genervt warst.

        Grüße

        JonnyJonas

  7. Frankiebhoy sagt:

    Versuche mich an >15 Jahren Erinnerungen an die Cottbusser Fanszene. Positive? Keine reorganisierbar. Negative? Dutzende, selbst auf Video und x-Fotos festgehalten. Bei einer Medienrecherche würde das ähnlich aussehen. Pauschalisierung?? Nööö! Kein Fußball den Faschisten, die sollen wissen und in CB weiterverbreiten, dass sie am Millerntor und auf St.Pauli im Gegensatz zu Flüchtlingen nicht willkommen sind-auch wenn die Normalos “nur” tolerieren, dass solch Faschopack bei ihnen in der Kurve steht und nichts zu befürchten hat!

    • FootballIsMyReligion sagt:

      Ihr seid so ein armseliger Haufen! Ihr seid doch die Idioten die Politik ins Stadion, dort wo Sie am wenigstens zu suchen hat! Anti-Frei.Wild Plakate beim Fussball u.a, einfach nur lächerlich! Ich glaube Ihr verwechselt den Sport mit einem Parteitag der Linken!

      • Frodo sagt:

        Ja, auch Dir dann vielen Dank für diesen Beitrag.
        Und für’s Protokoll: Frei.Wild ist rassistische Kackscheiße, da kann man gerne auch mal ein Plakat zu machen, unter anderem.

        • Stefan sagt:

          Herjeh, lösch doch so nen Schwachsinn direkt, wegen so was ne Mail zu kriegen ist dann eher öde. Wenn es wenigstens lustig gewesen wäre…

  8. Frankiebhoy sagt:

    Noch ne Ergänzung dazu, ganz am Rande, aus einem CB-Forum: “Ich war erschrocken von einigen Fans bei uns im Block. Stehen unten am Zaun, schauen sich kaum das Spiel an, weil se nur mit den Ordnern oder den gegnerischen Fans beschäftigt waren und sind dann am Ende die ersten, die brüllen: “Wir sind Cottbuser und ihr nicht…!” Da kann ich nur den Kopf schütteln. ” Höhö, ich auch!

  9. Robert sagt:

    Na das ist doch mal ein repräsentatives Zitat, welches du dir da rausgesucht hast, da “höhö” ich doch mal zurück an die Elbe. Es gab Zeiten, da wurde die “braune” Brut aus Cottbus recht herzlich Willkommen geheißen, egal. Beste Grüße schickt ein ehemaliger üs-Schreiberling an Frodo. Dann bin ich halt ein “Nazischwein”, wenn das einigen St.Paulianern hilft, die Grenzen ihrer ideologischen Fanszenenweltkarte besser ziehen zu können, bitte. Mal kurz die randpolnische Pauschalkeule geschwungen: Wer des Differenzierens nicht mächtig ist, kann die Gutmenschengoldmedaille nicht gewinnen, trotz der täglich gelebten Toleranz.

    • Frodo sagt:

      Moin Robert,
      lange nicht gesehen, viele Grüße zurück.
      Natürlich sind nicht alle Cottbusser Nazis, Du kennst sicher auch genug USPler um deren Sichtweise gut genug einschätzen zu können und bist ja besagtem Differenzierens mächtig.
      Vielleicht sieht man sich beim Rückspiel, beste Grüße,
      Frodo

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  14. 4rulez sagt:

    inferno cottbus und der verein verharmlost feige

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