Oder: Ein Dreier gegen die Jungs von der Dreisam?

Die Beobachtung des kommenden Gegners gegen Union Berlin am letzten Sonntag ergab wenig neue Erkenntnisse. Der SC Freiburg hat zwar einen hochklassigen Kader, der sich mit der Unterbringung des Spielgeräts im dafür vorgesehenen Zielbereich aber ziemlich schwer tut. Dazu haben die Breisgauer einen Keeper zwischen den Pfosten, der gerne mal patzt (Torverhältnis 37:43). Beim 0:1 zuletzt gegen Union Berlin traf ihn allerdings keinerlei Schuld, weswegen er seine Vorderleute zu Recht beschimpfte. Denn auch in der Defensivabteilung waren Löcher zu entdecken, die man sonst eher bei Socken oder Schweizer Käse vermutet.

Den Gegentreffer kassierten die Jungs an der Dreisam in der 90. Minute, dazu gab es noch 14 Minuten Zuschlag. Auch deswegen, weil Matanovic schwer angeschlagen ewig lange behandelt werden musste, bevor er vom Feld gebracht wurde. Sah übel aus. Von hier aus alles Gute und schnelle Genesung!
Im Großen und Ganzen sollte die Partie gegen den SCF also eine scheinbar lösbare Aufgabe sein. Wäre da nicht die Sache mit dem angeschlagenen Boxer, der bekanntlich gefährlich ist. Dazu kommt, dass die Kiezkicker gefühlt seit vier Jahrzehnten nicht nur einmal als Aufbaugegner fungierten.

Zugute kommen könnte unseren Jungs, dass die Kicker von der Dreisam noch am Donnerstagabend im EL-Achtelfinalrückspiel den KRC Genk (nicht mit Gent zu verwechseln!) zu bespielen haben. Das Hinspiel gewann der Tabellensiebte der belgischen „Jupiler Pro League“ mit 1:0. Aktueller Spitzenreiter dort ist übrigens Union St. Gilloise, der Ex-Club von Alex Blessin.
Das Hinspiel verloren unsere Kiezkicker ja mit 1:2. Ganz im Gegensatz zur Vorsaison, als sie das (wie es auch heißt) Mooswaldstadion mit einem grandiosen 3:0 wieder verließen. Einer von vier Siegen im Ländle damals. Das Rückspiel ging jedoch mit 0:1 an die Breisgauer – womit die Braun-Weißen jetzt eigentlich wieder mit einem Dreier gegen den SCF an der Reihe wären.
Der Tipp lautet diesmal: Entweder ein „Fußball-Feuerwerk“ oder ein „Langweiliger Kick ohne Emotionen und Höhepunkten“. Aber gerade Letzteres ist am Millerntor eher unwahrscheinlich und so beschränken wir uns auf die Zahlen. 2:1 – und basta!
// Hossa
