… verhinderten ein Match gegen beflügelte Bullen

Foto: Ulrike Jürgensen
Spielabsage am Millerntor? Die gab es nicht mal im Januar 2006 beim legendären Viertelfinale der (bis zum Halbfinale) wunderbaren Bokal-Saison gegen Werder Bremen. 3:1 stand beim Heimweg auf jedem geparkten Auto und seinen schneebedeckten Scheiben. Wegen Sicherheitsbedenken bezüglich der Traglast der Stadiondächer wurde die Partie gegen Leipzig am letzten Freitag um 14:00 Uhr abgesagt. Somit steht nun übermorgen das erste Match des noch jungen Jahres für die Boys in Brown an. Stichwort: „Englische Woche“. Die relativ kurze Reise führt nach Wolfsburg zum dortigen VfL.

Wolfsburg, Autostadt. Was könnte man sonst sagen oder schreiben, außer: Schlichtweg eine Katastrophe! Das einzig Nennenswerte wäre noch die Gründung des Vereins „Lupo Martini Wolfsburg“ im Jahr 1962, dem ersten von Gastarbeitern gegründeten Club in Deutschland, und die „Kein Kaffee für Nazis“-Rösterei Olivier Caffeè, der wir an dieser Stelle ein herzliches „FCK AfD“ in die Röntgenstr. 85 schicken.
Ein ehemaliger Rauten-Kicker durfte auf Intervention seiner Frau einst nicht einmal in die niedersächsische Metropole wechseln: Frau Ivanauskas fand nämlich, dass diese Stadt keine ausreichenden Möglichkeiten zum extravaganten Shopping bot; also zum Ausgeben der Kohle, die ihr Mann mit Fußball verdiente.
Geld ausgeben tut der VfL Wolfsburg dagegen seit Jahren. Ob Spieler oder Trainer, Sportvorstand oder Manager: alle sind austauschbar. Und bezahlbar. Aber es läuft und läuft und läuft…
Sportlich laufen tut es in der aktuellen Saison bei den Grün-Weißen jetzt nicht wirklich. Erst am vergangenen Sonntag ging das Team von Trainer Daniel Bauer bei den Bayern mit 1:8 unter. Bauer löste zuvor Ralph Hasenhüttl ab, der wiederum Niko Kovač beerbt hatte, und saß im November bereits als Interim für Paul Simonis auf der Trainerbank. Bäumchen wechsel dich. Um sich noch in der Vorstandsetage umzuschauen, fehlt allerdings schlichtweg die Zeit („Englische Woche“ und so) und zudem die Zeilen hier.
So, dann mal kurz zum Sportlichen. Der VfL auf Rang 14, St. Pauli weiterhin auf dem Relegationsplatz, aber eben mit einem Spiel in der Hinterhand. Und durch die Spielabsage gegen RBL hatten unsere Jungs auch ein wenig mehr Zeit zur Regeneration nach der anstrengenden Winterpause.
Der Daumen geht ganz klar optimistisch nach oben und so endet die Partie 1:3. Drei Punkte. Punkt!
// Hossa
