Wochenende(n) der Wahrheit, Teil 1

Der Anlass zu diesem Beitrag war folgender Tweet:

Nun gut, Twitter ist durch seine 140-Zeichen-Begrenzung ein eher verkürzend darstellendes Medium, der Twitterer ansich ist für seine gern auch mal provozierenden Aufregereien im FCSP-Zusammenhang durchaus bekannt. Man kann diesen Tweet also auf vielerlei Art und Weisen einordnen.

Nichts desto trotz sind die Spiele vom heutigen Freitag bis kommenden Montag schon richtungsweisend, was den Abstiegskampf in Liga 2 anbelangt, insbesondere folgende Partien:

Freitag:
Fortuna Düsseldorf – Erzgebirge Aue

Samstag:
1.FC Kaiserslautern – VfR Aalen
FC Ingolstadt – SV Sandhausen

Sonntag:
SV Darmstadt 98 – 1860 München

Montag:
FC St.Pauli – Greuther Fürth (Vorbericht im MillernTon hier)

Ein beliebter Tipp bei Fußballspielen ist ja das 2:1, oftmals für das Heimteam.
In jedem der obigen Spiele ist das Heimteam bei den Wettanbietern Favorit, meist recht deutlich, lediglich bei unserem eigenen Auftritt am Millerntor ist es etwas knapper.

Gibt man die entsprechenden Siege nun in einen Tabellenrechner ein, so ergibt sich folgende Tabelle ab kommenden Montag um kurz nach 22.00h:

Tabellenrechner - (c) www.kicker.de

Tabellenrechner – (c) www.kicker.de

Jawolla, sieht doch schon wieder viel besser aus!
Die Woche drauf bei 1860 gewinnen, dann noch gegen Aue… und schon kann man langsam mal nachgucken, wieviel Punkte denn auf Platz 3 noch fehlen!

Okayokay, Spaß…
Denn gehen die Spiele leicht anders aus, insbesondere bei unserem eigenen Spiel, so dreht sich natürlich auch das Tabellenbild immens schnell wieder gegen uns.

Die prognostizierten 34-37 Punkte, die wir zum Klassenerhalt wahrscheinlich benötigen, sind noch 17-20 Punkte entfernt. So viel also (17), wie wir aus 20 Spielen bisher geholt haben. Und es sind nur noch 14 Spiele über, kein Grund also in Euphorie zu verfallen, auch wenn die bisherigen drei Spiele der Rückrunde insgesamt deutlich ansprechender waren als die Hinrunde.

Auch das Spiel am Samstag beim SV Sandhausen dürfte kaum Anlass geben, den Klassenerhalt bereits zu verbuchen, allerdings gab es durchaus auch Positives:

  • Julian Koch (passenderweise heute gleich angeschlagen, hoffentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme) scheint der Defensive die erhoffte Stabilität zu verleihen.
  • Die ersten Minuten sahen so aus, wie man sich das öfter wünscht. Druckvoll nach vorne, Chancen herausgespielt
  • Nach hinten wurde so gut wie nichts zugelassen, darüberhinaus wirkte Robin Himmelmann in den wenigen Situationen in denen er gefordert war absolut souverän.

Es ist immer ein Zeichen von Schwäche, wenn man auf die Ergebnisse der Anderen schaut. Daher wäre es schön, wenn wir dem Tweet oben Folge leisten und einfach mal (mindestens) die sieben geforderten Punkte einsammeln. Völlig ungeachtet der Frage, ob die anderen da unten nun deutlich souveräner erscheinen als wir selbst, oder nicht.

Und ein letztes Wort noch zu Ante Budimir: Ich dachte eigentlich, dass Häme gegen eigene Spieler seit den Zeiten von Stephan Hanke und seinem Wunderland oder der “Don’t mess with Ebbers“-Story bei uns vorbei seien.

Da es sie vereinzelt aber immer mal wieder gibt, hier eine Lanze, um sie zu brechen:
Man sieht bei ihm bei fast jeder Ballannahme und Weiterverarbeitung, dass er dies (gerade unter Druck von 1-3 Gegnern) unfassbar gut löst, den Ball behauptet und meist auch gut weiterleitet.
Was ihm sicher fehlt: Glück im Abschluß.
Vielleicht ist die alleinige Sturmspitze auch nicht seine Idealposition.
Und natürlich war die vergebene Großchance in Sandhausen Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker. “Muss” er reinmachen, klar.
Wir wir alle so vieles “müssen”, und aus den verschiedensten Gründen dann manchmal eben doch nicht tun, passiert.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass bei ihm der Knoten platzen wird.
Allein: Beweisen kann ich es nicht.
Es ist aber sicher niemand traurig, wenn Ante schon Montag besagte Beweise anfängt zu liefern.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende! // Frodo

P.S.: Das Wochenend-Programm bis zum Montag:
Freitag:
Fanladen-Geburtstag!
Samstag:
14.00h, U23 – BV Cloppenburg
17.30h, Handball 1.Damen – SG Oeversee/Jarplund-Weding
19.30h, Handball 1.Herren – TV Fischbek
Sonntag:
11.00h: hsv – U19

 

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5 Kommentare zu Wochenende(n) der Wahrheit, Teil 1

  1. Teddytria sagt:

    Mal ganz davon ab: da steht “These” in dem Tweet und These bedingt auch immer eine Antithese.

    Aber du hast das schon schön aufgelöst. Wenn wir besagte 7 Punkte holen, dann können wir danach viel mehr aus einer Situation der eigenen Stärke agieren.

    Bei weniger Punkten wird das schon haarig. so irgendwie 20 Punkte aus 10 Spielen ist zwar immer möglich aber die Wahrscheinlichkeit wird immer übler.

    in diesem Sinne Let’s do it.

    PS: Bei Budimir bekenne ich mich schuldig. Hoffen wir trotzdem auf den berühmten Knoten. Keegan war das erste halbe Jahr damals auch nicht doll.

    • Frodo sagt:

      Du bist ja bei Budimir nicht der Einzige.
      Und wie schon geschrieben bin ich mir auch bei Dir sicher, das Du Dich sehr freust, wenn Du da schief liegst.

      Zu Deiner These: Auch wenn wir “nur” 5-6 Punkte holen, sehe ich uns auf einem guten Weg. Erst bei 4 oder weniger werde ich nervös.
      Aber ich bin ja auch der “Glas Halbvoll”-Typ 🙂

      • Teddytria sagt:

        Hmm. klar macht 7 oder 6 oder 5 eigentlich kein Unterschied. Jedoch die psychologische Wirkung wäre eine andere. gerade weil “6 Punkte Spiel”. Ja ich weiß Unwort. Aber zwei Gegner erstmal hinter einem zu lassen und den Dritten volle Elle mit rein zu ziehen macht diese Spiele so interessant. Und jedes Unentschieden mehr reduziert diesen Effekt.

  2. GGUlf sagt:

    Ich bin mir sicher, hätte man Budimir in ein funktionierendes Team gesteckt, hätte er schon am Fließband getroffen. Wir sind auf einem guten Weg und ich habe gar keinen Zweifel am Klassenerhalt. Wenn das jetzt schon los geht mit: “nur mit 7 Punkten aus 3 Spielen…” Sehe ich die Leistung von 1860 letztes WE, weiß ich: die lassen wir auf jeden Fall hinter uns!

  3. Pingback: 21.Spieltag (H) – SpVgg Greuther Fürth | Übersteiger-Blog

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