Wehen wer?

Ausgangspunkt

Wehen wer? Eine lange „Tradition“ haben die Spiele gegen das Team aus Hessen nicht. Denn das Fußballunternehmen SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH mischt erst seit rund zehn Jahren im Profifußball mit. Zuvor firmierte das Team unter dem Namen „SV Wehen 1926 – Taunusstein e. V.“ und spielte, mehr oder weniger, unter ferner liefen im oberen Amateurbereich. Dann wurde das Unternehmen Brita (die mit der Wasseraufbereitung) auf den Verein aufmerksam und initiierte in der Folge den Umzug nach Wiesbaden in das neugebaute Stadion. Im Jahr 2007/2008 gelang dann erstmals der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Auch der FC St. Pauli war nach den Jahren in der 3. Liga endlich wieder aufgestiegen und hatte bis zum Aufeinandertreffen mit Wehen eine durchschnittliche Saison hingelegt. Nach 27 Spieltagen belegte Sankt Pauli den elften Platz, Wehen hingegen auf einem ordentlichen Platz 7. Am Spieltag zuvor hatte FCSP jedoch eine Meisterleistung hingelegt. Zu Gast am noch im Umbau befindlichen Millerntor war der Aufstiegsaspirant SC Freibug. Die Breisgauer lauerten auf dem 5. Tabellenplatz mit nur zwei Punkten Abstand zu Platz drei. Freiburg also in der Favoritenrolle, aber der Magische FC eben mit einem tadellosem Spiel. Nach 22 Minuten führten die Kiezkicker mit 1:0 und konnten bis zur Pause die Führung durch Tore von Schnitzler und Eger auf 3:0 ausbauen. Glücklicherweise brach die Mannschaft auch in der zweiten Hälfte nicht ein und durch die Tore von Schnitzler und Kuru siegte der Magische FC völlig verdient mi 5:0 und René Schnitzler machte wohl das bis dahin beste Spiel im Dress des FC St. Pauli. Derart mit Selbstvertrauen ausgerüstet wartete nun das Auswärtsspiel in Wiesbaden auf die Braun-Weissen.

Das Spiel

Anstoß der Partie in Hessen war am 11. April 2008 um 18 Uhr, das Spiel besuchten 10.606 Zuschauer. Schiedsrichter der Partie war Christian Fischer von der SG Hemer. Trainer André Trulsen musste vor der Partie auf Florian Lechner und Thomas Meggle verletzungsbedingt verzichten. Sankt Pauli ging im Tor mit Benedikt Pliquett ins Spiel. In der Abwehr spielte auf der linken Seite Ralle Gunesch, in der Innenverteidigung Marcel Eger und Fabio Morena, auf rechts agierte Carsten Rothenbach. Vor der Abwehr spielten Timo Schultz und Fabian Boll. Im offensiven Mittelfeld vertraute Truller auf Filip Trojan links, Alexander Ludwig in der Mitte und Charles Takyi auf rechts. Im Sturm spielte erneut René Schnitzler. Damit spielten exakt die selben Spieler wie beim Sieg gegen Freiburg. 

Die Anfangsphase begann zunächst verhalten. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab. Die ersten nennenswerten Torchancen ließen bis zur Mitte der ersten Halbzeit auf sich warten. Bis zum Ende der ersten Halbzeit fielen jedoch keine Tore. Lediglich jeweils eine gelbe Karte auf beiden Seiten konnte in die Statistik aufgenommen werden. Ohne Spielerwechsel begann die zweite Halbzeit in der hessischen Landeshauptstadt. Nun nahm die Partie sichtlich fahrt auf. Für Wiesbaden sprang erstmals etwas zählbares heraus. In der 62. Spielminute erzielte die Heimmannschaft durch einen Linksschuss von Diakité das 1:0. Dies wirkte wie ein Dosenöffner für beide Mannschaften, denn nur wenige Minuten später (64.) erzielte Rothenbach den Ausgleichstreffer durch einen Rechtsschuss nach Vorlage von Schnitzler. Neun Minuten vor dem Schlusspfiff stellte der Magische FC die Zeichen auf Auswärtssieg. Fabian Boll versenkte einen Kopfball nach Flanke von Ludwig im Wiesbadener Tor zum 2:1. Wiesbaden setzte jetzt alles auf eine Karte und bot dem FCSP die Chance auf Konter. In der 90. Spielminute verwandelte Schultz zum 3:1. Damit feierte St. Pauli den zweiten Auswärtssieg in der Saison. Auffällig war, dass alle drei Treffer Defensivakteure erzielten. 

Weitere Saisonverlauf

Nach dem Sieg in Wiesbaden kletterte der FC St. Pauli auf den zehnten Tabellenplatz mit zehn Punkten Abstand auf den ersten Abstiegsplatz. In den folgenden Spielen siegten die Kiezkicker immerhin noch zweimal, verloren jedoch auch noch vier Spiele. Gleichwohl gelang es, den Klassenerhalt bereits am 31. Spieltag zu sichern (siehe Bericht gegen Erzgebirge Aue).

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