Wer kommt? – Wer geht?

Update: 30.08.2020 – Verpflichtung von Simon Makienok und Christian Spreckels; Weggang von Leo Østigård und Henk Veerman

Die Saison 2019/2020 ist geschafft. Der FCSP belegt nach 34 Spieltagen Platz 14 und hat damit eine völlig enttäuschende Saison hingelegt. Immerhin gingen die Kiezkicker in beiden Derbys jeweils mit 2:0 als Sieger vom Platz. Jetzt gilt es den Blick nicht zurück, sondern nach vorne zu richten. Die Planungen für die neue Saison laufen bereits, obwohl noch nicht klar ist, wann die neue Bundesliga-Saison angepfiffen wird. Bei der Verkündung der Zu- und Abgänge halten wir uns an offiziellen Statements des Vereins. 

Kader 19/20

Der Kader der Saison 19/20 war aus unterschiedlichen Gründen enorm aufgeblasen. Zum einen war Jos von dem zur Verfügung stehenden Spielermaterial nicht übermäßig begeistert. Dies brachte er bei der sagenumwobenen Pressekonferenz vor dem 1. Spieltag auch zum Ausdruck. Dann machten es Langzeitverletzungen wie die von Chris Avevor notwendig, schnell zu handeln und den Kader aufzustocken. Die Verantwortlichen entschieden sich in erster Linie dafür, neue Spieler zunächst per Leihe ans Millerntor zu holen. Damit standen 30 Spieler im Kader.

Was steht fest für 20/21?

Abgänge

Update: 30.08.2020

Danke je wel, Henk! Letztlich haben sich die Gerüchte doch bestätigt. Henk Veerman wechselt nach zwei Jahren zurück zum SC Heerenveen. Damit verliert der FC St. Pauli seinen Toptorjäger. Gemeinsam mit Dimitrios Diamantakos hat der Verein somit 22 Tore aus der vergangenen Saison „verloren“. Hendrik Andreas Jacobus Veerman stand für den Magischen FC in 39 Spielen auf dem Platz. Er erzielte 17 Tore, gab sieben Vorlagen und kassierte vier gelbe Karten. Unvergessen natürlich sein Treffer gegen die Rothosen beim Derby am 22.02.2020. Veerman stand für den FCSP in 23 Partien in der Startelf, er wurde 15 mal eingewechselt. Leider fiel der Niederländer im Jahr 2019 lange wegen eines Kreuzbandrisses aus, zudem stoppte ihn im März eine Schulterverletzung. Seine Lieblingsgegner in der 2. Bundesliga waren Erzgebirge Aue und SV Wehen-Wiesbaden. Gegen beide Teams erzielte er jeweils drei Tore. In der ersten Halbzeit erzielte er zehn Treffer, in der zweiten Halbzeit waren es sieben Tore. Henk benötigte 135 Minuten für jedes Tor, das bedeutet einen Toreschnitt von 0,45 pro Spiel. Natürlich werden die genauen Gründe für den Wechsel nicht genau benannt, allerdings gibt Veerman weniger sportliche als familiäre Gründe für seinen Wechsel an. Jedenfalls war es eine recht erfolgreiche Zeit für Henk beim FCSP und es sei ihm alles Gute für die Zeit in Heerenveen gewünscht.

Bedankt en tot ziens, Henk!
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Nach dem Ende der Saison war eine gewisse Hoffnung da, dass Leo Skiri Østigård doch noch eine weitere Saison beim FC St. Pauli dranhängt. Diese Hoffnungen haben sich nun zerschlagen. Brighton & Hove Albion leiht den Norweger zu Coventry City aus. Eine Rückkehr zu den Kiezkickern findet somit in dieser Saison (voraussichtlich) nicht statt. Der Innenverteidiger wurde zu Beginn der Saison 2019/2020 ausgeliehen, um die verletzungsbedingten Vakanzen in der Abwehr auszugleichen. Zu Beginn der Saison laborierte Østigård noch an einem Muskelfaserriss, am 5. Spieltag absolvierte er sein erstes Spiel für den Magischen FC, mit einer Einwechslung gegen Dynamo Dresden. Beim Derby gegen die Rothosen stand der Innenverteidiger dann erstmals von Beginn an auf dem Platz und zeigte sofort seine Qualitäten. Einsatz bis zum Ende und Aggressivität in jedem Zweikampf. Mit dem Derby hatte der 20-jährige seinen Stammplatz sicher. Von 28 Spielen im Kader absolvierte er 26 von Beginn an. Er war einmal wegen einer gelben Karte gesperrt und fiel in einer Partie wegen einer Verletzung aus. Am letzten Spieltag gegen SV Wehen-Wiesbaden erzielte Østigård immerhin ein Tor. Unvergessen bleibt aber sein Jubel beim Derby gegen die Rothosen; Bilder, die man bestimmt nicht vergisst. Vi ses, Leo!

Leo mit Jubel vor der Süd – leider nicht in dieser Saison
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Der Vertrag mit Korbinian Müller wird über die Saison 2019/2020 hinaus nicht verlängert. Müller war im Sommer 2018 erstmals zum FCSP gewechselt. Nach der Saison 2018/2019 trennten sich die Wege für einige Monate, da sich der Torhüter auf sein Studium konzentrieren wollte. Im Oktober 2019 kehrte er jedoch wegen der Verletzung von Brodersen zu den Kiezkickern zurück und erhielt einen Vertrag bis zum Ende dieser Saison. In seiner Zeit beim FCSP stand Korbinian Müller zweimal für die Profis zwischen den Pfosten. Für die Zwote spielte Müller 13-mal für den Magischen FC. 

Einsatz im Pokal
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Der Kader beim FCSP wird weiter ausgedünnt. Am 21.07.2020 teilte der Verein den Abgang von Florian Carstens mit. Der Abwehrspieler wechselt auf Leihbasis zum Absteiger SV Wehen-Wiesbaden. Carstens spielte seit Sommer 2014 beim FC Sankt Pauli. Der 21-jährige spielte zunächst für die U17 und U19. Seinen ersten Einsatz für die Zwote des FCSP hatte Carstens in der Saison 2016/2017. In der Spielzeit 2017/2018 lief Carstens 30-mal für die St. Pauli II auf und erzielte drei Treffer. Im Profikader der Braun-Weißen kam der Innenverteidiger 22-mal zum Einsatz. Die erste Berufung in den Profikader war am 6. Mai 2018 zum Heimspiel gegen Bielefeld. Dort kam er jedoch nicht zum Einsatz. Erst in der Saison 2018/2019 schnupperte Florian Carstens erstmals Zweitliga-Luft. Am 3. Spieltag wurde er gegen Union Berlin eingewechselt, spielte jedoch nur wenige Minuten. Leider gelang ihm nie so richtig der Durchbruch im Kader der ersten Mannschaft. Carstens sammelte 15 Startelf-Einsätze, kam aber auch 18-mal nicht im Kader zum Einsatz. Offenbar war Luhukay nicht vom Talent Carstens’ überzeugt. In der soeben abgelaufenen Saison stand der Innenverteidiger nur zehnmal im Kader, davon dreimal in der Startelf. In den übrigen Partien war der 21-jährige verletzt (zweimal) und fand keine Berücksichtigung. 

Leider zu selten: Einsatz für die Erste
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Der Magische FC dreht das Kader-Karussell weiter. Am Mittwoch (15.07.2020) hat der Verein mitgeteilt, die Verträge von Waldemar Sobota und Johannes Flum nicht zu verlängern.

Der 33-jährige Sobota ist seit Januar 2015 im Verein und kam vom belgischen Erstligisten Club Brügge. Zunächst war Waldemar Sobota nur ausgeliehen und wurde vom Verein im April 2016 per Kaufoption fest verpflichtet. In seiner Zeit bei den Kiezkickern absolvierte der Mittelfeldspieler 148 Spiele und erzielte 15 Tore sowie 15 Assists. Sobota war in seinen fünf Jahren bei den Kiezkickern ein echter Dauerbrenner und verpasste verletzungsbedingt nur 21 Ligaspiele. Auch sonst kam er nur bei 22 weiteren Spielen nicht zum Einsatz. Er stand zudem in 122 Ligaspielen in der Startelf und war nur zweimal wegen einer gelben Karte gesperrt. Rote oder Gelb-Rote Karten erhielt Sobota nie. Als weiteren persönlichen Erfolg und große Anerkennung trug der 33-jährige in dieser Saison dreimal die Kapitänsbinde des FCSP. Darüber hinaus ist er ausländischer Rekordspieler der Kiezkicker mit den meisten Einsätzen.

Dziękuję, Waldemar
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Der Vertrag von Johannes Flum wird von Vereinsseite ebenso nicht verlängert. Flum kam im Winter 2017 von der Frankfurter Eintracht nach Sankt Pauli. In seinen dreieinhalb Saisons bestritt der 32-jährige 80 Pflichtspiele für den Magischen FC und erzielte fünf Saisontore sowie drei Assists. Wie Sobota war auch Flum selten gesperrt (1 mal) oder verletzt (10 mal). Der Mittelfeldspieler stand 50-mal in der Startelf und wurde 30-mal eingewechselt. Die soeben abgelaufene Saison verlief für Flum jedoch keineswegs glücklich. Schon zu Beginn der Saison war er wegen einer Knie-Op nicht einsatzfähig und blieb im Anschluss zunächst von Trainer Luhukay unberücksichtigt. Erst am zehnten Spieltag erfolgte sein erster Einsatz gegen SV Darmstadt 98, im November setzten ihn muskuläre Probleme erneut außer Gefecht. In der Rückrunde spielte Flum dann regelmäßiger, kam aber oft nicht über Einwechselungen hinaus. 

Kollektive Freude
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Er geht schon wieder. Nach der Verpflichtung von Schulle als neuen Trainer, ist die Entscheidung gefallen, den Vertrag mit André Trulsen nicht zu verlängern und das Trainerteam neu aufzustellen. Truller gehört wahrlich zu den Urgesteinen beim Magischen FC. Seit 1986 ist Trulsen (mit Unterbrechungen) im Verein in verschiedenen Funktionen tätig. Zu seiner aktiven Zeit bestritt er über 400 Pflichtspiele und erzielte 31 Treffer. Bemerkenswert, dass er nur einen Platzverweis in seiner Laufbahn kassierte. Zu seinen grössten Erfolgen gehören die drei Aufstiege in die 1. Bundesliga mit dem FC St. Pauli als Spieler. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga verließ Trulsen erstmals im Sommer 1991 die Kiezkicker und wechselte zum 1. FC K*ln. Dort kam er in zwei Jahren auf 33 Einsätze. Für die Spielzeit 93/94 wechselte Trulsen zu seinem Jugendverein SV Lurup zurück. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Team in der drittklassigen Oberliga Nord. Im Anschluss an die Saison erfolgte die erstmalige Rückkehr zum FC St. Pauli. In seiner Rückkehrsaison feierte Truller den erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga, musste allerdings in der Saison 1996/97 mit dem Verein den Gang in die zweite Liga antreten. Nach vier Jahren in Liga zwei erfolgte dann der dritte Aufstieg in die Bundesliga zur Saison 2001/2002. Im Anschluss an diese Bundesligasaison wechselte der Verteidiger zu Holstein Kiel in die drittklassige Regionalliga Nord. Dort blieb Trulsen für zwei Saisons und kehrte in der Saison 2004/2005 abermals zum FC St. Pauli zurück. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits 39 Jahre alt und dies sollte die letzte aktive Spielzeit in seiner Karriere sein. Trulsen kam auch nur am vorletzten Spieltag beim Heimspiel gegen den KFC Uerdingen zum Einsatz.

Nicht nur dieser Jubel nach Siegen wird fehlen
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Allerdings war Trulsen schon in der Saison 2003/2004 unter Volker Manz als Co-Trainer in Kiel tätig und übernahm dieses Amt auch ab der Saison 2004/2005 bei den Kiezkickern. Zunächst unter Trainer Andreas Bergmann, später unter Holger Stanislawski. Zur Saison 2007/2008 übernahm Truller offiziell den Trainerposten in der 2. Bundesliga von Stani, da dieser nicht die nötige Trainerlizenz für die zweithöchste Spielklasse hatte. Ab der Spielzeit 2008/2009 übernahm Trulsen wieder den Posten als Co-Trainer, nachdem Stani die Trainerlizenz erhalten hatte. Mit dem Engagement von Stanislawski bei Hoffenheim wechselte auch Trulsen dorthin und folgte ihm auch zum 1. FC K*ln. Mit Beginn der Saison 2015/2016 heuerte Trulsen als Co-Trainer von Alex Zorniger beim VfB Stuttgart an. Diese Liaison dauerte jedoch nur 15 Spiele, ehe die Stuttgarter Zorniger feuerten. Seine Reise führte ihn in der Saison 2017/2018 als Co-Trainer zu den Sportfreunden Lotte. Die (vorerst) letzte Rückkehr zum FC St. Pauli feierte Trulsen in der Saison 2018/2019. Hier war er erneut Co-Trainer, zunächst unter Markus Kauczinski, dann Jos Luhukay. Nun steht leider wieder ein Wechsel des Ur-Hamburgers an. 

Don´t look back in anger
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Ebenso verlassen auch Markus Gellhaus und Hans Schrijver den Verein. Gellhaus war seit Juli 2017 als Co-Trainer bei Sankt Pauli, zunächst unter Olaf Janßen, dann unter Markus Kauczinski und schließlich bei Jos Luhukay. Gellhaus trat bei seinem Wechsel zu den Kiezkickern die Nachfolge von Abder Ramdane an. Schrijver kam zu Beginn der vergangenen Saison als Gegneranalyst zum Magischen FC und war die Wunschverstärkung von Jos Luhukay. Sein Vertrag galt ursprünglich bis zur Saison 2020/2021 und wurde nach Vereinsangaben vorzeitig beendet.

Enttäuschung nach einer NIederlage
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Mit Yi-Young Park hat der FCSP einen weiteren Weggang auf Leihbasis mitgeteilt. Die #20 wird in der nächsten Saison Türkgücü München in der 3. Liga verstärken. Der Abwehrspieler kam im Jahr 2015 zu St. Pauli. In der Saison 2015/2016 wurde der Südkoreaner zunächst in 22 Spielen in der Regionalliga Nord eingesetzt, in der darauffolgenden Saison folgten die ersten zwei Einsätze für die erste Mannschaft. Sein Debüt hatte der 26-jährige am 18. Spieltag beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart und spielte auch einen Spieltag später gegen Eintracht Braunschweig. In der Saison 2017/2018 zeigte die Formkurve von Park weiter nach oben und er wurde nun in 15 Spielen eingesetzt. Am vorletzten Spieltag gelang ihm gegen Arminia Bielefeld sogar der entscheidende Treffer zum Heimsieg. Wegen der tollen Entwicklung verlängerte der Verein im Sommer 2018 bereits vorzeitig den Kontrakt bis ins Jahr 2022. Die Saison 2018/2019 war bei Park dann geprägt von wenigen Einsätzen. Lediglich sieben Partien spielte er für die erste Mannschaft, neun Partien für die Zweite. Auch die jetzt abgelaufene Saison stand unter keinem guten Stern. Zwar war Park am ersten Spieltag von Beginn an im Einsatz, im August offenbarten sich aber Schulterprobleme. Er musste sich einer OP unterziehen und fiel damit bis in den Dezember hinein aus. Auch den Rest der Saison berücksichtigte Luhukay Park nicht mehr.

Woo-hoo!!
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Wie vom Verein am Montag, den 29.06.2020 kommuniziert, wird Jos Luhukay nicht mehr Trainer der Kiezkicker sein. Offiziell verständigten sich beide Parteien im gegenseitigen Einvernehmen auf die Vertragsauflösung das Ende der Trainertätigkeit. Luhukay war für 42 Spiele Cheftrainer des FC St. Pauli. Unter seiner Regie gewannen die Kiezkicker elf Spiele, verloren 17 Partien und spielten 14-mal unentschieden. Das Team schoss unter Luhukay 56 Tore und musste 69 Treffer hinnehmen. Die Bilanz war also für den Trainer kein Pfund welches er als Argument für einen Verbleib in die Waagschale werfen konnte. Über die weiteren Gründe möchten wir an dieser Stelle nicht näher eingehen, da auch hier nahezu alles Spekulation ist und darüber bereits anderweitig  viel geschrieben wurde.

Zufrieden ist anders
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Der emotional heftigste Abgang ist fraglos der von Jan-Philipp Kalla. Schnecke hat 17 Jahre für den Verein alles gegeben. Im Sommer 2003 wechselte er zum FC St. Pauli und absolvierte am 12. Mai 2006 gegen den 1. FC Köln II das erste Spiel für die erste Mannschaft. Insgesamt trug Kalla in 180 Pflichtspielen das braun-weiße Dress. Als Abwehrspieler gelangen ihm immerhin vier Pflichtspieltreffer. Sein erstes Tor schoss Schnecke am 29.11.2009 gegen Union Berlin. In der 14. Minute netzte Kalla zum zwischenzeitigen 2:0 ein. Den höchsten Sieg für den Magischen FC feierte er mit einem 5:0 über den KSC am 27.02.2017. Auch nach dem Karriereende bleibt die #27 dem FCSP erhalten. Kalla ist weiterhin Trainer der 3. Frauen und soll eine noch zu findende Position bei den Braun-Weißen bekleiden.

Niemals geht man so ganz
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Auch Dimitrios Diamantakos verlässt den Magischen FC und wechselt ins Ausland nach Kroatien. Diamantakos kam in der Winterpause der Saison 2017/2018 vom VfL Bochum und stand in dieser Zeit in 51 Spielen auf dem Feld und erzielte 20 Tore. In dieser Saison schoss Dimi 11 Tore, unter anderem auch gegen den Stadtrivalen. Diamantakos war in dieser Saison nicht nur der beste Torschütze, sondern auch bester Scorer der Braun-Weißen.

Drin isser
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Ein weiterer vom Verein bestätigter Abgang ist der von Marc Hornschuh. Der Verteidiger kam im Sommer 2015 auf den Kiez. In seinen fünf Jahren am Millerntor absolvierte Hornschuh 60 Spiele und erzielte 2 Tore. Leider warf ihn eine Rückenverletzung im Herbst 2017 zurück und die #8 brauchte fast zwei Jahre um sich wieder an den Profikader heranzukämpfen. Ähnlich wie Kalla engagierte sich Marc auch außerhalb des Platzes und zeigte Interesse an Verein, Fans und Stadtteil. 

So fühlen wir uns auch, Marc
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Mit Matt Penney verlässt ein weiterer Derbytorschütze den FCSP. Der 22 Jahre alte Stürmer Abwehrspieler war zu Beginn der Saison von Sheffield Wednesday ausgeliehen worden. Penney lief 18 mal im Trikot der Kiezkicker auf und erzielte genau einen Treffer. Mit seinem Fernschuss aus 20 Metern hat er sich für immer einen Platz in den braun-weißen Geschichtsbüchern gesichert.

Derbytore – nichts ist schöner
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Am 02. Juli 2020 teilte der Verein dann auch den Weggang von Christian Conteh mit. Der Stürmer war sicherlich eine der größten Entdeckungen dieser Saison beim FC St. Pauli. Bereits am ersten Spieltag bei Arminia Bielefeld sorgte Conteh mit einem tollen Solo in der 32. Minute für den zwischenzeitigen Führungstreffer. Die #32 kam im Sommer 2017 zum FC St. Pauli und spielte zunächst für die zweite Mannschaft. Luhukay beförderte ihn dann in den Profikader und bescherte  Conteh die ersten Profiminuten. Insgesamt kam Conteh zu fünf Pflichtspieleinsätzen und erzielte zwei Tore.

Es kann nur aufwärts gehen
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Zugänge

Update: 30.08.2020

Nach dem Weggang von Henk Veerman zum SC Heerenveen, hat der Verein schnell nachgezogen und mit Simon Makienok Christoffersen einen Ersatz vorgestellt (Vertrag bis 30.06.2022). Der 2,01 m große Däne ist, wie Henk, der klassische Mittelstürmer und stand seit der Rückrunde der vergangenen Saison bei Dynamo Dresden unter Vertrag. Für die Ostdeutschen spielte er in dieser Zeit in neun Spielen und schoss drei Tore. Von seinen neun Einsätzen absolvierte er sieben Partien von Beginn an. Bereits in seiner ersten Partie für Dynamo flog der Däne mit Rot vom Platz und verpasste die beiden Partien im Anschluss. In der Hinrunde der vergangenen Saison spielte Makienok für den FC Utrecht in der niederländischen Eredivisie. Bei Utrecht stand er seit der Saison 2017/2018 unter Vertrag, dort kam er jedoch nur auf neun Partien und zwei Treffer. Dies allerdings nicht aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit. Durch eine langwierige Knieverletzung fehlte er die vollständige Saison 2017/2018 und verpasste wegen einer Knie-OP auch nahezu die vollständige Saison 2018/2019. Erst ab der vergangenen Saison war Makienok dann weitgehend verletzungsfrei und konnte sich in Utrecht auf einen Stammplatz bewerben. Insgesamt ist der FC St. Pauli der achte Profiverein, bei dem der Mittelstürmer unter Vertrag steht. Unter anderem spielte er in Dänemark für Bröndby IF, in Italien für US Palermo und in England für Charlton Athletic sowie Preston North End. In seiner Karriere kam der 29-jährige auf insgesamt 233 Spiele; er schoss 75 Treffer und gab 16 Torvorlagen. Allerdings begleiteten ihn in diesen Stationen auch hin und wieder das Verletzungspech. So verpasste er in seiner gesamten Karriere ganze 112 Partien wegen Verletzungen unter anderem am Sprunggelenk, am Knie sowie am Oberschenkel. Dennoch ist Bornemann vom Neuzugang überzeugt und freut sich über einen erfahrenen Stürmer, Trainer Schultz lobt zudem die körperliche Präsenz und die herausragende Kopfballtechnik.


Der FC St. Pauli hat das Funktionsteam um Trainer Schultz weiter aufgestockt und Mentaltrainer Christian Spreckels geholt. Spreckels ist seit 2000 Lehrbeauftragter an der Uni Hamburg und hat langjährige Erfahrungen als Mentalcoach im Leistungssport. Er is sowohl Diplomsportwissenschaftler, als auch Diplompsychologe und hat in der Funktion des Mentaltrainers zuvor unter anderem bei den Rothosen gearbeitet. Zunächst wird Spreckels ein- bis zweimal die Woche an der Kollau sein und Schulle unterstützen.


Der Magische FC hat das defensive Mittelfeld verstärkt und die Verpflichtung von Afeez Aremu Olalekan bekanntgegeben. Der gebürtige Nigerianer kommt aus der norwegischen Elitserien (1. Liga) vom IK Start Kristiansand und unterschreibt einen Vertrag bis zum 20.06.2023. Über die Ablösesumme haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. Beim norwegischen Erstligisten spielte der 20-jährige seit Jahresbeginn 2018 und stand in 63 Spielen für 5.191 Spielminuten auf dem Platz. Insgesamt gelangen ihm fünf Treffer und eine Torvorlagen. Bereits in seiner ersten Saison in Norwegen avancierte der Nigerianer zum Stammspieler und konnte von 30 möglichen Ligaspielen ganze 23 Spiele von Beginn an bestreiten. Diesen Stammplatz verteidigte er auch in der Folgesaison. In der aktuellen Saison (die Saison in Norwegen begann bereits im Juni) fehlte Aremu lediglich zunächst wegen einer Knieverletzung und laborierte anschließend an einer Fußverletzung. Bornemann lobt die Athletik und Aggressivität des Neuzugangs, dies belegen sicherlich auch die 18 gelbe Karten aus seiner Zeit bei Kristiansand. Cheftrainer Schultz charakterisiert ihn als dynamischen Abräumer, den er sich gewünscht habe. 


Lukas Daschner vom Meidericher SV verstärkt die Offensive des FC St. Pauli. Nach Vereinsangaben unterschreibt der gebürtige Duisburger einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023, Details über die Ablösemodalitäten sind indes nicht bekannt. Lukas Stephan Horst Daschner, so der volle Name, hat sämtliche NLZ-Teams des MSV Duisburg durchlaufen. Seit der Saison 2017/2018 spielte der offensive Mittelfeldspieler für die erste Mannschaft der Zebras. In seinem ersten Jahr bei den Profis kam er immerhin auf acht Zweitligapartien und insgesamt auf 73 gespielte Minuten. In der folgenden Abstiegssaison der Duisburger spielte der 21-jährige ganze sieben Partien und stand 234 Minuten auf dem Feld. In dieser Saison gelangen ihm auch die ersten zwei Treffer in seiner Profikarriere. Der endgültige Durchbruch bei den Duisburgern gelang Daschner schließlich in der just abgelaufenen Saison. Inklusive Liga und Pokalwettbewerbe kam der Neuzugang auf 38 Partien und markierte 12 Treffer. Er stand dabei 2.574 Minuten auf dem Feld. Seinen Durchbruch beim Ruhrpott-Verein kennzeichnen auch die 32 Startelfeinsätze. Daschner bringt offenbar die Attribute mit, die Schulle von seiner Mannschaft erwartet, nämlich deutlich mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld. Der Chef lobt vor allem den guten Abschluss mit beiden Füßen und die Kopfballstärke. Jedenfalls passt der Mittelfeldakteur in das bisherige Portfolio fast aller Neuzugänge: Schnell mit Offensivdrang


Zur weiteren Verstärkung des Kaders hat der FCSP Rodrigo Zalazar von Eintracht Frankfurt bis zum Ende der Saison 2020/2021 ausgeliehen. Zalazar ist im spanischen Albacete geboren und spielte für die U19 des FC Málaga und CD San Félix. Zum Beginn der Saison 2019/2020 wechselte er zur Eintracht und wurde unverzüglich in die polnische Ekstraklasa (1. Liga) zu Korona Kielce verliehen. Dort pendelte er zwischen der ersten und zweiten Mannschaft (4. Liga) und kam in Polen auf 19 Einsätze. Für die zweite Mannschaft schoß er drei Tore und gab vier Torvorlagen. Sowohl für die erste Mannschaft, als auch für die zweite Mannschaft flog er jeweils einmal vom Platz. Neben der spanischen Staatsbürgerschaft, hat der zentrale Mittelfeldspieler auch den uruguayischen Pass und konnte für die dortige U20-Nationalmannschaft 19 Spiele absolvieren und ein Tor erzielen. Unter anderem nahm er mit der Nationalmannschaft an der U20-Südamerikameisterschaft teil und erreichte mit seiner Mannschaft den dritten Rang. Timo Schultz lobt insbesondere die Schnelligkeit und Wendigkeit des Spielers sowie seinen körperbetonten, robusten Spielstil. Natürlich gefällt Schulle auch der starke Offensivdrang des Spielers. Damit passt er in das bisherige Anforderungsprofil der Neuzugänge – offensiv und robust.


Der Magische FC hat einen weiteren Spieler vom SV Wehen-Wiesbaden verpflichtet. Maximilian Dittgen kommt ablösefrei zu den Kiezkickern und hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben. Der gebürtige Moerser (NRW) spielte in seiner Jugend beim MSV Duisburg, Schalke 04 und Borussia Dortmund. Für Schalke 04 spielte der Mittelfeldspieler auch im dortigen NLZ für die U17 und U19. Anschließend wechselte Dittgen zum 1. FC Nürnberg und spielte dort für die U19 sowie für die zweite Mannschaft, ehe zur Saison 2015/2016 zur SG Sonnenhof Großaspach wechselte. Nur eine Saison später ging es für ihn zum 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer liehen ihn dann zur Saison 2017/2018 nach Wiesbaden aus. Dort verpflichtete man ihn in der folgenden Saison fest. Der 25-jährige absolvierte insgesamt 43 Spiele in der 2. Bundesliga, schoß drei Tore und gab zwei Vorlagen, sechsmal sah er die gelbe Karte. In der 3. Liga lief Dittgen 81-mal auf. Dort markierte er sechs Treffer, lieferte 13 Torvorlagen und erhielt auch sechs gelbe Karten. Für die Wiesbadener reifte der Mittelfeldspieler schnell zu einem Stammspieler. In seinem ersten Jahr kam er auf 20 Einsätze, in der Saison darauf sogar auf 24 Einsätze, 19 davon stand er sogar in der Startelf. In der just abgelaufenen Spielzeit stand Dittgen 33-mal im Kader, bei 29 Spielen durfte er von Beginn an ran. Lediglich das Auswärtsspiel bei den Rothosen verpasste er wegen einer Gelbsperre. In dieser Spielzeit erzielte er drei Tore, zwei Assists und kam auf einen Kicker-Notenschnitt von 3,84. Timo Schultz lobt die variablen Einsatzmöglichkeiten in der Offensive und sein enormes Tempo sowie seine Laufstärke. Mit dieser Verstärkung ist die linke Seite der Kiezkicker komplett neu aufgestellt. Gemeinsam mit dem ebenfalls offensiven Abwehrspieler Paqarada zeichnet sich eine mögliche neuen (offensive) Marschrichtung unter Schulle ab.

Markenzeichen Durchsetzungsstark
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Mit Dennis Smarsch hat der FC St. Pauli eine weitere Verpflichtung in der Sommerpause mitgeteilt. Der Torhüter wechselt von Hertha BSC an die Elbe und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Smarsch soll laut Sportchef Bornemann den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten beleben, Trainer Schultz sieht ihn als perfekten Gegenpart zu Himmelmann und Brodersen und lobt insbesondere sein Stellungsspiel. Mit seinen 1,95 m kann der gebürtige Berliner im Vergleich zu den anderen Torhütern mit seiner Körpergröße punkten. Der 21-jährige wechselte schon früh zur Hertha, durchlief dort alle NLZ Teams und gewann in der Saison 2017/2018 mit der Berliner U19 die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Danach wechselte er in die Profimannschaft der Hertha und absolvierte für die zweite Mannschaft der Berliner 25 Spiele sowie zwei Spiele für die Profis. 

Auch in der Abwehr verstärkt sich der FCSP weiter. Vom SV Sandhausen kommt der 25-jährige Leart Paqarada, er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30 Juni 2023. In der Saison 2014/2015 wechselte der gebürtige Bremer von Bayer Leverkusen nach Sandhausen und avancierte direkt zu einer Stütze des Teams. Bereits in seiner ersten Saison konnte Paqarada 15 Pflichtspiele für die Kurpfälzer aufweisen. Spätestens ab der Folgesaison war der Abwehrspieler eine feste Größe in der Sandhäuser Mannschaft. Insgesamt absolvierte Paqarada 160 Spiele für den Zweitligisten, schoss immerhin fünf Tore und gab 18 Torvorlagen. Erwähnenswert, die geringe Anzahl an gelben Karten als Abwehrspieler. In den sechs Saisons in der 2. Bundesliga erhielt der Abwehrspieler nur 35 Gelbe und flog nie vom Platz. Bornemann lobt vor allem die Erfahrung des Verteidigers; Schulle hingegen schätzt insbesondere die Offensivstärke sowie seine gefährlichen Standards und Flanken.

Derweil komplettiert Co-Trainer Fabian Hürzeler das Trainerteam um Timo Schultz. Hürzeler begann als Spieler im Jugendbereich vom FC Bayern München und wechselte in der Saison 2013/2014 zur zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Von dort wechselte er eine Saison später zu 1860 München II und schließlich in der Saison 2016/2017 zum FC Pipinsried. Dort startete er als Spielertrainer seine Trainerkarriere und feierte im Sommer 2017 den Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Weitere Trainererfahrung sammelte er als Co-Trainer der U18 und U20 Auswahl des DFB. Timo Schultz kennt Hürzeler bereits seit dessen Hospitation beim FC St. Pauli vor zwei Jahren.


Jannes Wieckhoff ist das nächste Nachwuchstalent aus dem eigenen U-Bereich und hat seinen ersten Profivertrag beim FCSP unterschrieben. Der 19-jährige Rechtsverteidiger wechselte bereits zur Saison 2012/2013 von den Rothosen zum Magischen FC und durchlief bei den Braun-Weissen sämtliche Teams des NLZ. Timo Schultz kennt Wieckhoff bereits aus seiner Trainertätigkeit bei der U17 und U19 und betont besonders den starken Offensivdrang des Abwehrspielers. Ins Blickfeld für den Profikader rückte der Defensivakteur durch seine 16 Einsätze in der Regionalliga Nord, ganze 14 Einsätze davon stand er in der Startelf. Gegen die Zweite Mannschaft von Hannover 96 gelang ihm gar ein Treffer. Zudem spricht die Statistik für eine ausgeprägte Fairness. In seinen insgesamt 80 Spielen für die U17, U19 und zweite Mannschaft erhielt er nur sieben gelbe Karten, keine Gelb-Rote und keine Rote Karte. Schulle traut dem Eigengewächs jedenfalls den sofortigen Kampf um den Startelfplatz zu. Selbst charakterisiert sich Wieckhoff als dynamischer Spieler.

Verteidiger mit Offensivqualitäten
© Thorsten Ruhlig

Der FC St. Pauli hat den ersten externen Kader-Neuzugang vorgestellt. Vom Zweitliga-Absteiger SV Wehen-Wiesbaden verpflichteten die Kiezkicker Daniel-Kofi Kyereh. Der 24-Jährigen wurde  ablösefrei verpflichtet, mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2023. Kofi spielte zunächst in der U17 und U19 des VfL Wolfsburg und wechselte in der Saison 2014/2015 zum TSV Havelse. Dort absolvierte der Stürmer insgesamt 65 Spiele, schoss 16 Tore sowie 12 Vorlagen. Zur Saison 2018/2019 wechselte Kofi zum SV Wehen-Wiesbaden. In den zwei Saisons in der hessischen Landeshauptstadt stand er 71 mal auf dem Platz, markierte 26 Tore und gab 13 Vorlagen. In der 3. Liga kamen noch fünf Gelbe sowie eine Gelb-Rote Karte, in der 2. Bundesliga fünf Gelbe und eine Rote Karte hinzu. In der vergangenen Saison war Kyereh Stammspieler, kam in 28 Spielen zum Einsatz, schoss sechs Tore, gab sieben Assists und kam auf einen Kicker-Notenschnitt von 3,76. Schulle erwarten durch den Neuzugang eine Bereicherung für das Offensivspiel. Und dieser Wunsch dürfte sich tatsächlich erfüllen. Kyereh war in der vergangenen Saison vielseitig in der Offensive der Wiesbadener aktiv und wurde auf vielen Positionen in der Offensive eingesetzt. Er fungierte dabei oft als Vorlagengeber und Ballverteiler für die Sturmspitze. Nicht verwunderlich daher, dass Kyereh Topscorer des SVWW und am letzten Spieltag gegen den FCSP an einem Treffer beteiligt war. Der Stürmer kann daher die ideale Ergänzung zu Henk Veermann in der Sturmspitze sein. 

Kyereh am Millerntor – noch im falschen Dress
© Thorsten Ruhlig

Der Magische FC verstärkt weiter den Trainerstab um Schulle. Als Assistenz verpflichtete der Verein Loïc Favé. Favé ist gebürtiger Hamburger und war zuvor im Nachwuchsbereich des Eimsbütteler TV im Einsatz. Dort fungierte er als Jugendkoordinator und zuletzt Trainer der A-Jugend. Favé besitzt die Fußballtrainer A-Lizenz und kann im Jugendbereich mit einigen Erfolgen aufwarten. Mit der U14 stieg er in die Landesliga und Oberliga auf, wurde mit der U15 Hamburger Meister und stieg mit der U16 in die Regionalliga auf. Zusätzlich war der 27-jährige Stützpunkttrainer beim Hamburger Fußball-Verband (HFV) und Co-Trainer der U17 Auswahl. Im Jahr 2017 feierte er mit der U17 des Eimsbütteler TV den Aufstieg in die B-Jugend-Bundesliga. In dieser Saison gelang dann ein weiterer Coup. Die von ihm trainierte U19 stieg in die A-Jugend-Bundesliga auf. 

Schultz sind auch die innovativen (Trainings-)Ideen seines neuen Assistenten nicht entgangen. So hat Favé mehrfarbige Trainingsleibchen (sog. Skillshirtz) entworfen. Die Leibchen besitzen in Bezug zur linken und rechten Körperhälfte eine andere Farbigkeit. Durch die Farbkombination von unterschiedlichen Farben zu unterschiedlichen Leibchen, sind verschiedene Signalgebungen und Einsatzmöglichkeiten denkbar. Dadurch können vielfältige Trainingsreize gesetzt werden, welche unter anderem die Handlungsschnelligkeit und die kognitiven Fähigkeiten verbessern sollen. Die U19 des FCSP nutzte diese Leibchen schon unter Timo Schultz und diese werden sicherlich auch bei den Profis eingesetzt werden.


Nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit Cheftrainer Jos Luhukay, hat der FC St. Pauli Timo Schultz vorgestellt. Der 42-jährigen kann zweifellos als Eigengewächs bezeichnet werden. Bereits seit 15 Jahren ist er als Spieler und Trainer im Verein tätig. Schultz kam im Juli 2005 ablösefrei von Holstein Kiel zu den Kiezkickern und absolvierte in dieser Zeit 138 Pflichtspiele für den Magischen FC. In dieser Zeit schoss er als zentraler Mittelfeldspieler zwölf Tore und bereitete 9 Treffer vor. Bemerkenswert ist, dass Schulle nur 50 gelbe Karten und keinen einzigen Platzverweis erhielt. Mit ihm gelang 2007 der Aufstieg von der 3. in die 2. Liga und drei Jahre darauf der Aufstieg in der 1. Liga. Schultz war außerdem an der Bokalsaison beteiligt, in der der FC St. Pauli sensationell ins Halbfinale einzog. Beim legendären Viertelfinale gegen Werder Bremen erzielte der Ostfriese einen Treffer.

Gut gelaunt in die neue Aufgabe
© Arigrafie

Im Sommer 2011 hing Schultz die Fussball-Schuhe an den Nagel und wechselte in den Trainerstab des Magischen FC. Zunächst war er unter mehreren Trainern (u. a. Michael Frontzeck und Thomas Meggle) Co-Trainer, ehe er in den Nachwuchsbereich wechselte. Dort trainierte Schultz die U17 bis zur Saison 2017/2018 und erreichte in dieser Zeit 33 Siege, 19 Unentschieden und 33 Niederlagen. Sein Team erzielte 1,39 Punkte pro Spiel. Im März 2018 schloß Schulle erfolgreich den Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB ab und zur Saison 2018/2019 beförderte der Verein Schultz zum Trainer der U19. In seinen 51 Spielen als Chef gelangen dem Team 27 Siege, sechs Unentschieden und 18 Niederlagen, bei einem Punkte pro Spiel Schnitt von 1,71. 

Konzentriert bei der Arbeit
© Arigrafie

Der Verein scheint damit seine Wunschlösung gefunden zu haben. Bornemann wird auf der offiziellen Vereinsseite mit dem Worten zitiert, Schultz habe gezeigt, „dass er Teams weiterentwickeln und stabilisieren kann.“ Und weiter: „Er passt also mit seiner Idee und seinem Bestreben zu uns und unseren Zielen.“


Derweil hat der Verein auch die ersten Verstärkungen für den Profikader mitgeteilt. So ergänzen Marvin Senger und Christian Viet den Kader. Marvin Senger ist seit der Saison 2016/2017 beim FCSP. In dieser Zeit durchlief der 20-jährige die Nachwuchsmannschaften und kam in der aktuellen Saison zu seinen ersten drei Einsätzen in der ersten Mannschaft, diese sogar von Beginn an. Der 21-jährige Viet ist seit Januar 2017 bei den Kiezkickern. Bei den Profis stand er sogar erstmalig im Mai 2017 gegen den VfL Bochum im Kader, hatte jedoch keinen Einsatz. Auf sein Profidebüt musste Viet bis zum Juni diesen Jahres warten. Kurioserweise stand er wieder gegen den VfL Bochum im Kader und spielte sogar von Beginn an. Luhukay war offenkundig von ihm überzeugt und belohnte ihn in den Spielen bis zum Saisonende mit einem Startplatz.

ZugängeAbgänge
Marvin Senger (St. Pauli II)Jos Luhukay (unbekannt)
Christian Viet (St. Pauli II)Jan-Philipp Kalla (SC Victoria Hamburg)
Timo Schultz (St. Pauli U19)Dimitrios Diamantakos (Hajduk Split)
Loïc Favé (Eimsbütteler TV)Marc Hornschuh (unbekannt)
Daniel-Kofi Kyereh (SV Wehen-Wiesbaden)Matt Penney (Sheffield Wednesday)
Jannes Wieckhoff (St. Pauli II)Christian Conteh (Feyenoord Rotterdam)
Fabian Hürzeler (FC Pipinsried)Yi-Young Park (Türkgücü München)
Dennis Smarsch (Hertha BSC Berlin)André Trulsen (unbekannt)
Leart Paqarada (SV Sandhausen)Markus Gellhaus (unbekannt)
Maximilian Dittgen (SV Wehen-Wiesbaden)Hans Schrijver (unbekannt)
Rodrigo Zalazar (Eintracht Frankfurt, Leihe)Waldemar Sobota (Slask Wroclaw)
Lukas Daschner (MSV Duisburg)Johannes Flum (SC Freiburg II)
Afeez Aremu (IK Start Kristiansand)Florian Carstens (SV Wehen-Wiesbaden)
Simon Makienok (Dynamo Dresden)Korbinian Müller (unbekannt)
Christian SpreckelsLeo Østigård (Coventry City)
Henk Veerman (SC Heerveen)

Stand: 30.08.2020

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4 Antworten zu Wer kommt? – Wer geht?

  1. Erik sagt:

    “Jan-Philipp Kalla (Karriereende)” würde ich noch abwarten. 😉

  2. Holger sagt:

    Es wäre schön wenn du Stefan auch über interessante Neuzugänge schreiben könntest!
    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen

  3. Pingback: Lage am Millerntor - 10.August 2020 - MillernTon

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