High Noon um halb vier

Oder: Im Abstiegsstaub oder Ballelujah noch zwei Duelle…

Er läuft…

Es waren auch noch weitere Überschriften und Sublines in der Verlosung. So zum Beispiel: „Der Showdown: Bissige Zecken gegen hungrige Wölfe“. Und „The Final Countdown: Zwischen Roter Laterne und Relegation“ oder „Final Three um Relegation oder nichts.“ Gewonnen hat dann eben der obenstehende Titel. Irgendwie leider alle schon mehr als treffend.
Nicht um 12 Uhr Mittags wie im Western-Klassiker „High Noon“ mit Gary Cooper von 1952, sondern, wie es sich heutzutage gehört, um halb vier treten die Wölfe zum Duell gegen die Zecken an. Die einfachen Regeln: Alle gegen Alle! 90 Minuten und es darf sooft aufs Ziel (Tor) geschossen werden wie Munition (Bälle) vorhanden ist (sind). Etwaige Verwundungen dürfen kurz behandelt werden. Sieger ist logischerweise der mit den meisten Treffern. Es geht um nicht mehr, als den direkten Abstieg oder die verdammte Relegation – gegen wen auch immer. Der Zug fährt ab. Bitte einsteigen und Game on!

… und läuft…

Im Darts geben sich die Spieler ja gerne „Kampfnamen“. Meiner lautet „Hungry Wolf“. Doch nun sind wir mal hungrig auf die Wölfe!
Im sonntäglichen „Doppelpass“ auf sport1 ergab eine Umfrage, dass 49 % daran glauben, dass der VfL Wolfsburg die Relegation erreicht. Je 25 % sehen Heidenheim und den FCSP auf dem 16. Rang. Vom letzten Prozent gibt es keinerlei Spur. Das könnte helfen, wenn es unverhofft am Millerntor auftaucht.

Das Drehbuch zum Finale hat der Teufel persönlich am letzten Sonntag geschrieben. Noch nie in der Geschichte der Bundesliga waren am letzten Spieltag die letzten drei Teams punktgleich. Der heilige Fußballgott namens Sankt Paulus möge dann am Samstag eingreifen. Wenn’s klappt, zünden wir am Sonntag dann auch alle eine Kerze an.

… und läuft…

Die Ausgangslage zum Mega-Thrill:

Platz 16: Wolfsburg nach 0:1 gegen Bayern:
26 Punkte, 42:68 Tore (-26)

Platz 17: Heidenheim nach dem 3:1-Sieg in Köln:
26 Punkte, 41:70 Tore (-29)

Rote Laterne: St. Pauli nach 1:2-Pleite in Leipzig:
26 Punkte, 28:57 Tore (-29)

Nur mal so: Selbst der bereits abgestiegene Tabellenletzte der 2. Liga Preußen Münster hat mit 30 Zählern mehr Punkte auf dem Konto. Und selbst ein Sieg gegen Wolfsburg würde nichts nützen, wenn Heidenheim gleichzeitig gegen Mainz gewinnt. Von daher: Nicht lang fackeln, sondern haushoch gewinnen!

In der Filmwelt gab es diverse grandiose Duelle. Weltklasse: Clint Eastwood in „Für eine Handvoll Dollar“ mit der Ofenklappe unterm Poncho (genial gecovert in „Zurück in die Zukunft 3“).
Nun gibt es ein direktes und ein Fernduell. Wir drücken Mainz dann einfach mal alle die Daumen.

P. S.: Es sind derzeit meine schlimmsten Tage seit 1991 und in diesem Text steckt mehr braun-weißes Herzblut als durch meine Adern fließt. Die Nerven liegen blank und so gehört das Schlusswort Ernesto Che Guevara: „Seien wir realistisch – versuchen wir das Unmögliche!
Der Tipp lautet 3:1
// Hossa

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