2:1-Sieg!! Wooooohoooooo!!!

Zweiter Heimsieg in Folge. 20 Punkte und Platz 16!

Der Mannschaftsbus fährt ein. Foto: Tina B.

Es gibt ja fast nichts Schöneres als einen FC St. Pauli, der gewinnt. Ganz besonders natürlich im Derby gegen die Volxparkler oder eben gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Den Kick gegen die Jungs von der Weser mit „dem Derby“ zu vergleichen, wäre naturgemäß unpassend, weil: andere Stadt, anderer Fluss, anderes Plattdütsch und andere Vereinsfarben. Aber: In den Farben getrennt, in der Sache vereint, denn die Abneigung gegen die Rauten haben die Fans beider Vereine gemeinsam. Wenn es allerdings in einem Kellerduell gegeneinander geht, hat die Freundschaft für 90+ Minuten mal Pause.

In der ersten Hälfte war es allerdings weniger ein Kellerduell, sondern eher eine Begegnung in der Tiefgarage: Viel Kampf, auch viel Krampf, nur eben kein Mampf mit gestilltem Torhunger. Zum Thema Abwehr passt der Vergleich mit einem Schweizer Käse, denn der Defensivverbund auf beiden Seiten war in etwa so stabil wie das WLAN an Milchkanne 17 in der niedersächsischen Tiefebene. Die Offensivkräfte hingegen erwiesen sich als so effektiv wie eine Photovoltaikanlage im dunklen Keller. Und der „Sturm“ war nicht einmal ein laues Lüftchen; selbst ein Taschenventilator sorgt da für mehr Luftbewegung.

Werder-Keeper Backhaus erwies sich als störrischer Esel und wollte den Ball partout nicht über die Linie lassen. Auch unser Nikola parierte einige Male. Aber Hunde, die bellen, beißen bekanntlich nicht, und das Mittelfeld glich auch eher einem schnurrenden Kätzchen. Kein Akteur spielte sich als der Hahn im Ring auf und so ging es ohne Kikeriki ab in den Stall. Von Beginn der Partie an schenkten sich beide Teams nichts und es wurde um jeden Zentimeter auf dem satten Grün gekämpft. Ein Tor hätte dem Spiel dabei durchaus gutgetan. Aber wenn man vorne die Dinger nicht macht, kann sich das hinten rächen – tat es dieses Mal aber nicht. 0:0 zur Pause.

Es ist wie mit Tiefkühl-Fertigprodukten: Wenn man sie so richtig aufpimpt, „schmeckt es fast wie beim Italiener“, oder so. Und wenn dieser Italiener ums Eck nach einem Spiel am Sonntagabend keinen Bock mehr auf Kochen hat, weil sein Lieblingsverein verloren hat, sollte man das akzeptieren. Mit der Mafia anlegen ist keine wirklich schlaue Idee. Vendetta und so.
Beide Teams wurden durch ihre Trainer in der Pause wahrscheinlich auch richtig gepimpt. Plötzlich gab es so etwas wie Spielfluss und teils ansehnliche Spielzüge. Kampf blieb aber Trumpf und zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff ging es dann aber los!

Die Torfolge:
1:0 Wahl (55.)
1:1 Milosevic (61.)
2:1 Fujita (70.)

Die verbleibenden Spielminuten (inklusive sechs Minuten Nachspielzeit!) verteidigten unsere Kicker mit Mann und Mano und brachten den zweiten Heimsieg in Folge mit dem gleichen Ergebnis unter Dach und Fach. Chapeau! Und nun wird gefeiert!

// Hossa

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