Vorbericht: Hansa Rostock – FC SPitzenreiter

Alle Mann an Bord! – Auf zur Kaperfahrt am Samstag, 25.11.2023 um 13:00 Uhr im Ostseestadion!

Banner mit dem Bild einer sinkenden Kogge und dem Text "Kogge versenken".
Der Auftrag ist klar! Foto: Antje Frohmüller

Dank moderner Techniken, wie der Eisenbahn (wenn nicht gerade gestreikt wird) und Einschneidungen in Wälder und andere Naturschutzgebiete, muss man heutzutage nicht mehr per Schiff ums Skagerrak (oder seit Ende des 19. Jahrhunderts durch den Nord-Ostsee-Kanal) segeln, um von unserer Hansestadt zu einer der anderen – an der südlichen Ostseeküste gelegenen – zu gelangen. Der Auftrag ist klar: Auf geht’s, Kogge versenken!

Rostock, – … da krieg’ ich eigentlich gleich mal eine Schreibblockade… Aber hilft ja nichts.
Über 30 Jahre liegt der faschistisch-rassistische Angriff auf das „Sonnenblumenhaus“ im Stadtteil Lichtenhagen zurück und mir kommt immer noch die Galle hoch! Ebenso zu den „Vorkommnissen“ 1994, als wir nicht nur im Stadion heftigst attackiert wurden, sondern bei der Abreise auch noch unsere Busse „entglast“ wurden. Der Hammer dann an einer Ampel, wo ein Schnurrbart-Träger gemeinsam mit seinem etwa zehnjährigem Sohn mal fröhlich mit dem erhobenen rechten Arm grüßte…

Da Politik bekanntlich im Stadion nichts zu suchen hat (sic!), kommen wir nun also zum sportlichen Teil… Vier Anläufe bedurfte es für die Braunweißen nach „der Wende“, um endlich einen Sieg gegen Hansa Rostock einzufahren. Am 18. April 1994 gewann das Team von Trainer Seppo Eichkorn in einem Montagabend-Spiel durch einen Treffer von Carsten „Palme“ Pröpper mit 1:0 in der Ostseestadt.

Lehmann packt den Hammer aus, Naki macht den Sack zu“, titelte der „Kicker“ mehr als 15 Jahre später. Es war erneut ein Montagabend, als ich auf dem Rückweg vom Einkauf einen Paketzusteller traf. Ich fragte, ob er einen TV für meine Adresse an Bord hätte. Nach seinem „Ja“ fragte ich nur: „Schaffst du es bis 20 Uhr?“ und fügte an: „Um 20.15 ist Anpfiff in Rostock“. Er nickte und um 19.55 klingelte es an der Tür…

TV angeschlossen, Sendersuchlauf gestartet, DSF gefunden und – Stop! Den Rest kann man morgen machen. Pünktlich zum Anpfiff lief der erste Smart-TV in meinem Leben und wurde mit einem 2:0-Auswärtieg über die Koggen eingeweiht…! Chapeau!

Unvergessen bleibt die „Halsabschneider-Geste“ von Deniz Naki nach seinem Tor (… und seiner anschließenden Erklärung: „Euch steht das Wasser bis zum Hals, sollte das bedeuten“, – dennoch wurde er für ein paar Spiele gesperrt) und natürlich, wie er die braun-weiße Fahne nach dem Abpfiff in den Rostocker Rasen rammte…! Chapeau!

Am Ende der Saison 2009/10 sind wir übrigens zu unserem 100. Geburtstag aufgestiegen und die Kogge versank in den stürmischen Untiefen der dritten Liga… ;-))… Chape….

Ganz straffe Regeln in der Südkurve des Ostseestadions…

Zur aktuellen Lage: Die Länderspielpause (die ja eigentlich eine Ligaspielpause ist…!) nutzen beide Clubs für Testspiele. Während das Team von HRO-Coach Alois Schwartz bei Werder Bremen 2:1 gewann, unterlag die Hürzeler-Elf in Braunschweig 1:2. In der Liga gewann Hansa zuletzt in Magdeburg 2:1, zuvor gab es es daheim aber nur ein wirklich ganz mageres 0:0 gegen Hertha.

Bei unseren Piraten ist Käpt’n Jackson nach seiner Gelbsperre wieder an Bord und führt seine Mannschaft sicherlich weiterhin durch jeden Sturm von Sieg zu Sieg. Smutje Fabian Hürzeler rührt bestimmt erneut ein leckeres Labskaus zusammen und gibt seinen Seemännern damit Kraft, auch an der Ostsee zu bestehen. Achtern hält Nikola auch bei hohem Wellengang den Kasten sauber und Eric – in bester Wikinger-Manier – mit dem Met(s) die Angreifer vor unserem Haitabu abfangen… Am Mittelmast hält Steuermann „Cello“ das Ruder fest in der Hand und gibt Sturm-Maat „Jojo“ am Bug eine Kanonenkugel nach der anderen und so wird die Kogge durch permanenten Beschuss sicherlich versenkt werden… Ahoi!

Mein Tipp lautet 0:3

// Hossa

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