Filmreif: FC Hansa Rostock – FC SPitzenreiter 2:3

Der Schuh des Manolis oder: Die Glücksritter

Ob Schicksalsspiel von Regisseur Bernd Schadewald oder Glaube, Liebe, Hoffnung, – eine Reise nach Rostock gleicht doch immer irgendwie einem Spielfilm. Nach zwölf Jahren endete dieser Film endlich mit einem Happy End. Mit 3:2 behielt die Hürzeler-Elf im Ostseestadion die Oberhand.

Comicdarstellung von Manolis Saliakas, gezeichnet von Guido Schröter
Manolis Saliakas’ Schuss, vorweg genommen von Guido Schröter, verewigt in seinem Kalender 2024, zu bestellen unter www.scheissfussball.de

Es war nicht Freitag, und auch nicht der 13. Und es kann ja nicht der Sinn des Lebens sein, in Rostock ständig Angst zu haben und einen Nightmare zu erleben. Das dachte sich wohl auch der Mann, der zuviel wusste, und so schickte Trainer Fabian Hürzeler fast die gleiche Mannschaft wie zuletzt in die Schlacht. Allein Jackson Irvine stand nach seiner Gelbsperre wieder für Kollege Connor Metcalfe in der Startelf.

Zunächst gab es viel Rauch um nichts und als sich The Fog – der Nebel des Grauens – verzogen hatte, pfiff Schiedsrichter Robin Braun die Partie an.
Bereits nach acht Minuten zeigte The Man in Black auf den berühmten Punkt – Strafstoß für die Gastgeber. Eric, der Wikinger, soll den Ball an den Arm bekommen haben… 1:0.
Doch nur sechs Minuten später kam der Schuh des Manolis ins Spiel: Mit einem fulminanten 24-Meter-Schuss in den linken Winkel sorgte unser Grieche für den Ausgleich!

Und es sollte noch besser werden: Zunächst bediente der eben erfolgreiche Torschütze nun „Cello“ Hartel, dessen Schuss erst vom Hansa-Keeper abgewehrt wurde, den Nachschuss platzierte unsere Nummer 10 aber sicher im Netz. Und nur weitere vier Minuten darauf bewies Oladapo Afolayan ein Golden Eye und setzte die Kugel punktgenau neben dem Pfosten zur 3:1-Führung in die Maschen.

Nach dem Wiederbeginn hatte man zunächst das Gefühl, … denn sie wissen nicht was sie tun, aber wie wahre Giganten spielten die Kiezkicker den Stiefel locker runter. Klarer Fall von „Denkste“! Einer Odyssee im Strafraum folgte in den Schlussminuten noch Die große Flatter, nachdem Karol Mets einen weiteren Strafstoß verursacht hatte. Nur noch 2:3.

Jetzt ging es Zahn um Zahn. Hansa drängte auf den Ausgleich, doch Nikola Vasilj hatte Goldfinger und hielt jeden Ball fest. Das Große Zittern nahm in der 98. Minute endlich ein Ende. Und es reichte zum achten Saisonsieg. Chapeau!

P.S.: Nun kommt das Derby. Aber wer gestern das Spiel gegen Braunschweig gesehen hat weiß, dass wir vor diesem harmlosen sv absolut keine Angst haben müssen…
Quizfrage zum Schluss: Wer spielt denn in dem Film “Schicksalsspiel” den Rostocker Hooligan “Lalla”?
A: Jan Fedder
B: Jürgen Vogel
C: Benno Fürmann

Hansa Rostock: Kolke – van der Werff, Hüsing, Roßbach, Rossipal – Dressel, Vasiliadis (87. Güler) – Fröling (65. Schumacher), Pröger (87. Singh), C. Kinsombi (65. Perea) – Junior Brumado

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smth, Mets – Saliakas (90.+1), Irvine, Hartel, Treu – Saad (85. Amenyido), Eggestein, Afolayan (73. Metcalfe)

Tore: 1:0 Brumado (9.), 1:1 Saliakas (15.), 1:2 Hartel (18.), 1:3 Afolayan (23.), 2:3 Brumado (80.)

Gelbe Karten: Hüsing, Brumado / Eggestein

Schiedsrichter: Robin Braun (Wuppertal)

Fans: 27.100

// Hossa

Auswärts dabei war der Magische FC Blog und hier könnt ihr es nachlesen: https://www.magischerfc.de/2023/11/das-spaetwerk-von-fettes-brot/

Autobahnbrücke mit Schriftzug "Scheiß St. Pauli"
“Scheiß St. Pauli” hat dann auftragsgemäß die Kogge versenkt, bedankt sich für die drei Punkte und sagt Tschüss! Bis zum nächsten Mal! Foto zur Verfügung gestellt von Thorsten V./Fanklub Hafenklang
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3 Kommentare

  1. Tja, was für geile Nachrichten!!!

    Kogge versenkt!!!
    Stolz auf unsere Jungs!!!

    Schön, so den Sonntagmorgen in Australien zu beginnen.

    Gruß an die Waterkant!
    ☠️

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